Schubert Liederabend am 23. März 2014 im Lokschuppen

 

Die Hochdahler Chöre hatten zu einem Liederabend mit Sami Luttinen und dem Hochdahler Männergesangverein 1909 in den Lokschuppen in Hochdahl eingeladen.

 

Detmar von Foerster konnte als Ehrengäste den Bürgermeister der Stadt Erkrath, Arno Werner und Frau, den stellvertretenden Landrat Ernst Buddenberg und Frau, die Vorsitzende des Chorverbandes Düsseldorf, Christel Paschke-Sander, den Hausherrn dieser heiligen Hallen und Protektor beider Chöre, Gottfried Bander und die Vertreter der Presse begrüßen.

 

Detmar von Foerster bedankte sich bei der Kreissparkasse Düsseldorf für die Unterstützung dieser Veranstaltung. Er bad die anwesenden Vertreter, diesen Dank Herrn Soldin auszurichten.

 

(Anmerkung: Unter den Gästen waren auch der ehemalige Bürgermeister der Stadt Wülfrath Prof. Dr. Aloys Huning und Frau.)

 

Sami Luttinen (Bass)

Der finnische Bass Sami Luttinen studierte an der Sibelius Akademie in Helsinki.

Sein erstes Engagement trat er in Kiel an, seit 1997 ist er im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein. Dort singt er viele tragende Rollen von Mozart, Beethoven und Verdi bis hin zu Richard Wagner.

Als Solist in Konzerten trat er in den meisten europäischen Ländern auf, oft als Liedersänger mit Liedern der deutschen Romantik.

 

Der Hochdahler Männergesangverein 1909 mit 63 Sängern eröffnete den Liederabend mit den Schubert-Liedern „Der Lindenbaum“ und „Im Abendrot“, unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch.

 

Sami Luttinen sang im ersten Teil des Liederabends „Die Taubenpost“ (Ich hab’ eine Brieftaub’ in meinem Sold, die ist gar ergeben und treu), „Der Wanderer an den Mond“, „Liebesbotschaft“, „Ständchen“, „Aufenthalt“, „Herbst“, „Im Walde“ und „Auf der Bruck“.

Er wurde am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

In der Pause waren alle Gäste zu einem Glas Sekt eingeladen.

 

Den zweiten Teil eröffnete wieder der Hochdahler Männergesangverein mit den Schubert-Liedern „Weihegesang“, „Abendfrieden“ und „Die Nacht“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch.

 

Sami Luttinen sang im zweiten Teil des Liederabends „Der Wanderer“, „Auf der Donau“, „Der Schiffer“, „Der König in Thule“, „Prometheus“, „Erster Verlust“, „Der Tod und das Mädchen“, „Wanderers Nachtlied“ und „Der Musensohn“ (Durch Feld und Wald zu schweifen, ein Liedchen wegzupfeifen), am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

Alle Texte waren im Programmheft abgedruckt.

 

Beide Künstler wurden mit stehendem Applaus für ihre Darbietungen belohnt.

Sami Luttinen bedankte sich mit der Zugabe „An die Musik“ (Du holde Kunst, […] hast mich in eine bessre Welt entrückt […] Du holde Kunst, ich danke dir dafür!) von Franz Schubert.

 

Auch die Vorträge des Männerchores wurden mit viel Beifall belohnt.

Foto: Herbert Frischen

 (von links) Stephen Harrison, Sami Luttinen

 

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Finnischer Bass singt Schubert-Lieder

 

Einen zauberhaften Schubert-Liederabend veranstaltete der Hochdahler Männergesangverein im Lokschuppen. Stargast war der finnische Bass-Sänger Sami Luttinen. Am Klavier begleitet wurde Luttinen von Stephen Harrison, dem langjährigen Freund der Hochdahler Chöre und Direktor der Düsseldorfer Oper. Diese Symbiose von Klavier und Stimme zwischen Harrison und Luttinen war besonders beeindruckend und außergewöhnlich. Harrison begleitete den Sänger so einfühlsam, dass dieser zu noch mehr Ausdruckskraft beflügelt wurde.
  

Der Österreicher Franz Schubert vertonte dramatische Balladen genauso wie zärtliche Liebeslieder oder Erlebnisse in der Natur.
  

Einige davon gehören zum deutschen Volksliedgut. Der Männerchor Hochdahl wählte eines davon als Einleitung zum Konzert. „Der Lindenbaum“ gehörte in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zum beliebten Chor-Repertoir. Begeisterung rief das letzte Chor-Lied bei den Hochdahler Besuchern im Lokschuppen auf: „Die Nacht“. Die Männer sangen einfühlsam, akzentuiert und zuweilen auch mit einer gewissen stimmlichen Dramatik. Das Publikum jedenfalls war hingerissen.
  

Chorleiter Prof. Thomas Gabrisch schien erst recht Freude an dem Konzert zu haben. Hatte er doch die Chormänner so erfolgreich zu diesem Konzert geführt.