Neujahrskonzert der Hochdahler Chöre im Lokschuppen am 14. Januar 2018

Detmar von Foerster eröffnete den Neujahrsempfang und begrüßte ganz herzlich die Sängerinnen, Sänger und viele Gäste, liebe Freunde der Hochdahler Chöre, darunter als Ehrengäste den Bürgermeister der Stadt Erkrath Christoph Schultz, den Altbürgermeister Arno Werner mit Gattin, den Landtagsabgeordneten Dr. Christian Untrieser, den stellv. Landrat Ernst Buddenberg mit Gattin. den ersten Beigeordneten der Stadt Erkrath Ulrich Schwab-Bachmann mit Gattin, den Direktor der Kreissparkasse Düsseldorf Wolfgang Soldin mit Gattin, den Fraktionsvorsitzenden der SPD Detlef Ehlert mit Gattin und besonders den Protektor beider Chöre Gottfried Bander mit Gattin.

 

Der Frauenchor eröffnete den musikalischen Teil mit „Ave Maria“ und „Fly me the moon“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

Foto: Herbert Frischen

Der Frauenchor Hochdahl eröffnet mit "Ave Maria"

 

Foto: Herbert Frischen

(v.l.) Marianne Hahnen und Gudrun Windmann

 

Gudrun Windmann trat nun ans Mikrofon, um Marianne Hahnen für 10 Jahre Zugehörigkeit sowie Waltraud Leven und Halina Piaszinski für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Frauenchor zu ehren. Sie überreichte beiden einen Blumenstrauß. Dieter Feilen bat Karl-Heinz Leven dazu, um ihn ebenfalls für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Männerchor zu ehren. Er überreichte ihm eine Ehrenurkunde und anstatt Blumen eine Flasche Wein.

Foto: Herbert Frischen

(v.l.) Gudrun Windmann, Halina Piaszinski, Waltraud Leven, Detmar von Foerster,

Karl-Heinz Leven und Dieter Feilen

Foto: Herbert Frischen

 

Foto: (v.l.)

Gudrun Windmann, Kirsten Stein,
Christel Paschke-Sander

 

Die Vorsitzende des Chorverbandes, Frau Paschke-Sander, hielt die Laudatio für Gudrun Windmann, sie sagte unter anderem:

Liebe Sängerinnen, liebe Sänger, sehr geehrte Ehrengäste, Freunde und Förderer der

Hochdahler Chöre, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gudrun.

Sehr gerne bin ich dem Wunsch nachgekommen, Gudrun Windmann am heutigen Tage im Rahmen des Neujahrsempfangs der Hochdahler Chöre für die Verdienste als 1. Vorsitzende des Frauenchores Hochdahl 1942 zu würdigen und Dir Dank zu sagen. Im letzten Jahr konntest Du mit Deinem Chor das 75-jährige Jubiläum feiern und wenn man bedenkt, dass Du mit 37 Jahren Deiner Tätigkeit als 1. Vorsitzende die Hälfte dieser Zeit in dieser Position tätig warst und die Entwicklung des Frauenchors Hochdahl entscheidend geprägt hast, ist das eine Leistung, die mit einem großen Applaus bedacht werden soll.

1977 bist Du als Sängerin in den Chor eingetreten und hast bereits 1981 den Vorsitz übernommen. Du hast Dich 1988 als Frauenbeauftragte im Sängerkreis Düsseldorf in den Vorstand wählen lassen. Ich danke Dir an dieser Stelle auch für Deinen Einsatz über 30 Jahre im Chorverband.

Liebe Gudrun, mit Dir ist der Frauenchor Hochdahl auf 64 Sängerinnen angestiegen, das spricht für eine gute Gemeinschaft und Teamwork. Du hast Alt und Jung zusammengebracht wie man heute sehen kann, dafür danke ich Dir.

 

 

Foto: Herbert Frischen

 

 

 

 

 

 

 

Kirsten Stein bedankte sich bei Gudrun Windmann, die nach 37 Jahren als

1.Vorsitzende ihr Amt zur Verfügung

stellt, sie sagte unter anderem:

Auch wir, Deine Frauen, die Du so

viele Jahre geleitet hast, möchten, obwohl

Du nicht mehr im Vorstand bist, Dich zur Ehrenvorsitzenden ernennen.

 

Ich möchte Dir dafür danken und Dir eine besonders gestaltete Urkunde überreichen.

 

Wir möchten Dir mit einem besonderen Lied danken, umgetextet von unserer Sängerin Birgit Groß.

 

 

 

 

Foto: (v.l.) Gudrun Windmann, Kirsten Stein 

Stephen Harrison hatte, wie schon Tradition, einen Solisten mitgebracht, den Tenor Cornel Frey, Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein. Mit „Grüß Euch Gott, alle miteinander“ aus dem Vogelhändler“ von Carl Zeller sang er sich in die Herzen der Zuhörer.

 

Foto: Herbert Frischen

Tenor Cornel Frey mit "Grüß Euch Gott, alle miteinander", am Flügel Stephen Harrison

 

Danach trat der Männerchor auf mit „Conquest of Paradise“, „You raise me up“ und „Jakob’s Ladder“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

Foto: Frank Groß

Der Männerchor mit "Conquest of Paradise"

 

Foto: Herbert Frischen

 

Foto: (v.l.)

Detmar von Foerster, Stephen Harrison 

 

 

Die Laudatio für den 1. Vorsitzenden des Männerchores, Detmar von Foerster, der von seinem Amt zurückgetreten ist, hielt Stephen Harrison. Er sagte unter anderem: Liebe Sängerinnen und Sänger, lieber Detmar. Als in 1996 der Tenor Manfred Fink mich gefragt hat, ob ich ihn bei einem Chorkonzert begleiten würde, hatte ich nicht geahnt, was auf mich zukommt. Bald bekam ich Besuch vom 1. Vorsitzenden der Chöre und dann wurde mir klar, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches Chorkonzert handeln würde.

 

Detmar von Foerster ist wirklich ein Mann, den man mit der Überschrift „Ein Leben für den Chorgesang“ beschreiben kann. Ein solches Engagement von einem Laiensänger war mir bis dorthin nie begegnet.

Es ist kein Geheimnis, das Herr von Foerster in diesem Jahr 81 Jahre alt wird. Aber bereits in 1958 ist er in den Vorstand des Hochdahler Männergesangvereins eingetreten, also vor 60 Jahren.

Detmar von Foerster hat es geschafft, die besten Solisten der Opernwelt nach Erkrath zu holen.

Für sein Lebenswerk wurde er vom Bundespräsidenten ausgezeichnet.

Er tritt zwar jetzt von seiner Position als 1. Vorsitzender zurück, er wird sicherlich seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Lieber Detmar von Foerster, ich wünsche Ihnen für die kommenden Jahre viel Glück und vor allem das kostbarste Gut, gute Gesundheit und ich hoffe, Sie werden mich weiterhin im Opernhaus besuchen, der Kaffee steht immer für Sie bereit.

 

Foto: Herbert Frischen

 

 

 

Dieter Feilen bedankte sich bei Detmar von Foerster, er sagte unter anderem:

Wie können wir einen Sänger ehren, der seit über 60 Jahren aktiv im Chor singt und seit 50 Jahren die Geschicke unseres Chores als Vorstand leitet.

In diesem Zeitraum hat Detmar von Foerster schon viele Ehrungen erfahren können.

Wir, die Hochdahler Chöre, möchten ihm eine weitere Ehrung für seine langjährigen Bemühungen hinzufügen.

 

Lieber Detmar, die Hochdahler Chöre danken Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz für den Chorgesang und auch für die Arbeit, die Du über 50 Jahre Vorstandsarbeit geleistet hast.

 

Wir ernennen Dich ab dem heutigen Tag zum Ehrenvorsitzenden der Hochdahler Chöre.

 

 

 

Foto: (v.l.)
Detmar von Foerster und Dieter Feilen

 

Anna-Maria Schlebusch richtet Grußworte an die Chöre. Sie überreichte Detmar einen Briefumschlag und seiner Frau einen Blumenstrauß. 

Foto: Herbert Frischen

(v.l.) Christel von Foerster, Detmar von Foerster, Anna-Maria Schlebusch und Reiner Piesch

 

Hiernach trat Cornel Frey auf mit „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ aus „Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke.

 

Gottfried Bander ging in seiner Neujahrsansprache auf die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder ein, er sagte unter anderem: Meine Damen und Herren, zunächst möchte ich Ihnen allen ein glückliches Neues Jahr wünschen. Anlässlich des heutigen Neujahrsempfangs habe ich die ehrende Aufgabe übernommen, Damen und Herren des Vorstandes, deren musikalische Vita zu würdigen und zu ehren. Die zu Ehrenden gehören alle dem Vorstand an und werden noch in diesem Jahr ihre Ämter zur Verfügung stellen. Es sind dies:

Frau Karin Elle für 16 Jahre Vorstandsarbeit,

Frau Gudrun Windmann für 36 Jahre Vorstandsvorsitzende des Frauenchores,

Herr Wilfried Pfeiffer für 22 Jahre 2. Vorsitzender des Männerchores, und

Herr Detmar von Foerster, der 35 Jahre den Männerchor als 1. Vorsitzender geführt hat.

Allen zurückgetretenen Mitgliedern beider Chöre gehört ein besonderer Dank.

 

Der Frauenchor und der Männerchor, kurz die Hochdahler Chöre genannt, sind seit Jahrzehnten die leistungsstärksten Chöre im Chorverband Düsseldorf und darüber hinaus.

Ich bin stolz, als Protektor diesem Verein vorzustehen und werde Sie weiterhin unterstützen.

 

Ich hoffe, dass der „Neue Vorstand“, dem ich viel Glück und Erfolg wünsche, in der Lage ist, dieses Niveau zu halten und erwarte, bzw. wünsche mir, dass die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder sich weiterhin einbringen und mit Rat und tat dem neuen Vorstand zur Seite stehen. Wenn alle bereit sind, werden wir auch in Zukunft leistungsstarke Chöre in Hochdahl haben.

 

Foto: Dieter Feilen

Gottfried Bander bei der Neujahransprache vor den Hochdahler Chören

 

Foto: Dieter Feilen

 

Foto: Detmar von Foerster mit Ring

 

 

Wilfried Pfeiffer übernahm nun, auf Wunsch von Herbert Frischen, die besondere Ehrung für Detmar von Foerster, er sagte unter anderem: Ich möchte anknüpfen an das, was Herr Bander gesagt hat und mich im Namen der Chöre bei Herrn Bander ganz herzlich für die Großzügigkeit bedanken, die er uns als Protektor zukommen lässt. Diese Großzügigkeit hat Geschichte und diese Geschichte begann mit seinem Schwiegervater, Protektor Dr. Wendt. Dr. Wendt hat dem Chor auch schon viel Gutes getan. Er stiftete dem Chor einen Ehrenring, der 1965 in das Eigentum des Vorstandes überging und an verdienstvolle Sänger verliehen werden soll.

Der erste Träger dieses Ringes war Willi Höschler, er bekam den Ring im April 1965 und hat ihn allerdings nur bis zu seinem Tod im Oktober 1965 getragen.

1967 erfolgte die Verleihung des Ehrenringes an die Mutter von Detmar, Charlotte von Foerster. Sie war zu dieser Zeit Leiterin des Frauenchores und hat den Ring bis zu ihren Tod 1993 getragen.

Als verdienstvoller Sänger bekam 1994 unser Vizedirigent Herbert Frischen den Ring. Er trägt den Ring bis zum heutigen Tage. Und das ist die Besonderheit: Die Verleihungsordnung hat nicht vorgesehen, dass der Ring weitergereicht wird.

Es war ein Vorstandsbeschluss herbeizuführen - natürlich ohne Detmar, er sollte ja überrascht

werden -, dass nämlich Herbert gesagt hat, ich möchte, dass der Ring von mir an Detmar geht, um ihn für seine großen Verdienste zu ehren, und das hat der Vorstand einstimmig beschlossen.

 

Herbert Frischen überreichte Detmar von Foerster den Ehrenring und Wilfried Pfeiffer überreichte die Ehrenurkunde.

 

Foto: Dieter Feilen

(v.l.) Detmar von Foerster, Herbert Frischen, Wilfried Pfeiffer

 

Zum Finale traten beide Chöre auf und sangen gemeinsam mit dem Solisten Cornel Frey „Jerusalem“

 

Natürlich wurde vom Solisten noch eine Zugabe erwartet, er sang aus „Die lustige Witwe“ von Franz Léhar „Wie eine Rosenknospe“.

 

Das Publikum bedankte sich bei allen Mitwirkenden mit viel Applaus.

Detmar von Foerster beendete den offiziellen Teil und lud zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Chöre verabschieden alte Hasen

 

Erkrath. Gleich zwei entscheidende Gestalter des Vereinslebens, Detmar von Foerster und Gudrun Windmann, nahmen beim Empfang der Hochdahler Chöre Abschied vom Vorstand.
Von Lars Mader

 

Warum der Lokschuppen so große Fenster hat? Damit die Sonne hineinscheinen kann. Beim Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre musste Pianist Stephen Harrison passagenweise mit geschlossenen Augen spielen. So entschlossen drangen die Strahlen mitten ins Jahresauftakttreffen der Chorfreunde ein. Es gab aber auch wirklich bewegende Gründe, daran teilzuhaben: Gleich zwei entscheidende Gestalter des Vereinslebens, der Vorsitzende Detmar von Foerster sowie seine Stellvertreterin Gudrun Windmann, wurden unter allen Ehren nach mehreren Jahrzehnten aus dem Vorstand verabschiedet. Ihre Sangesgeschwister hatten sich für den Festakt einiges einfallen lassen. Der Frauenchor Hochdahl 1942 trug den umgedichteten Gospel "I will follow him" (nun: "Liebe Gudrun, hör uns zu") mit genau soviel Herzblut vor, wie der bisherige Träger des Chorehrenrings, Herbert Frischen, das wertvolle Kleinod (ganz offiziell gedeckt durch einen Geheimbeschluss des Vorstandes) in die Hände von Foersters weiterreichte. Beiden Geehrten wurden zudem Laudatien von besonderer Qualität zuteil. Über von Foersters Fähigkeit, reihenweise Opernweltstars zu Galakonzerten ins beschauliche Erkrath zu locken, konnte der Operndirektor der Deutschen Oper am Rhein Harrison stets nur staunen: "Hatte sich einmal ein Sänger auf eine schriftliche Anfrage nicht zurückgemeldet, ist Detmar von Foerster einfach zum Konzert oder Hotel gefahren und hat so lange gewartet, bis der Star erschienen ist." Die Vorsitzende des Chorverbandes Düsseldorf, Christel Paschke-Sander, beschrieb Gudrun Windmanns Tatkraft: "Die Vielzahl der Aktivitäten des Frauenchores haben mich schier atemlos gemacht. Sie brauchten einen Motor, der sie in Gang setzte, und das warst Du."

Ebenfalls geehrt wurden für ihr langjähriges Vorstandswirken Karin Elle und Wilfried Pfeiffer, sowie für zehn Jahre Chortreue Marianne Hahnen und für gar 40 Jahre Halina Piaszinski wie auch Waltraud und Karl-Heinz Leven.

Als musikalischer Gast war dieses Jahr der Tenor Cornel Frey eingeladen worden. In der schicksten Robe eines Fracks samt Hornbrille vollführte er die kühne Kunst von der schnellen Alpengalanz "Grüßt Euch Gott" mit dem Ausruf: "Flix, flux, flax, Florian!" zur perlenden Seufzerromantik "Ich bin nur ein armer Wandergesell" zu wandeln. Im Akkord entfaltete Frey mit dem Frauenchor und dem Männergesangverein die ganze Macht der hymnischen Vision "Jerusalem" von Stephen Adams. Kein Wunder, dass die Sonne dazu strahlte.