Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre am 8. Januar 2017 im Lokschuppen

 

Gottfried Bander, Protektor beider Chöre, begrüßte die Sängerinnen, Sänger und alle Gäste zum Neujahrsempfang recht herzlich.

Als Ehrengäste konnte er begrüßen, den Bürgermeister der Stadt Erkrath Christoph Schultz, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, den stellv. Landrat Ernst Buddenberg sowie den ersten Beigeordneten der Stadt Erkrath Ulrich Schwab-Bachmann mit Frau sowie die Presse.

 

Anmerkung: Unter den Gästen war auch die Vorsitzende des Chorverbandes Düsseldorf, Frau Christel Paschke-Sander.

Gottfried Bander sagte weiter: Das Jahr 2016 hat wohl bei vielen von uns nachhaltige Spuren hinterlassen, es bleibt zu wünschen, dass wir uns unsere heile Welt noch einige Jahre erhalten können.

 

Er erinnerte im Jahresrückblick an die vielen Auftritte der Chöre im verflossenen Jahr. Angefangen mit dem Neujahrsempfang, die Konzertreisen beider Chöre, das Straßenfest, die Mitwirkung des Frauenchores beim Konzert in der Stadthalle zu Gunsten der „SingPause“ und das Novemberkonzert in der Stadthalle.

 

Gottfried Bander sagte: Das Konzert war wieder vom Feinsten. Mein besonderer Dank gilt Prof. Thomas Gabrisch, Detmar von Foerster, Stephen Harrison, Moderatorin Heide Koch, den Solisten und allen Sängerinnen und Sängern, Sie waren großartig.

In diesem Jahr findet das fünfzigste Konzertjubiläum statt, wir sollten uns jetzt schon darauf freuen.

Verbringen Sie jetzt noch einen schönen Tag, ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Zunächst begrüßte die 1. Vorsitzende des Frauenchores, Gudrun Windmann, alle Gäste und hoffte, dass alle trotz der Straßenglätte gut hier angekommen sind. Sie sagte weiter: Dieses Jahr beginnt für unseren Frauenchor das 75-jährige Jubiläum, gegründet 1942 in der wohl schwersten Zeit des damaligen Krieges.

Wir möchten den heutigen Tag jetzt zuerst mit Musik beginnen.

 

Der Frauenchor eröffnete den musikalischen Teil des Neujahrsempfangs mit „I will follow him”, „What a wonderful world“ und „Your the top“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

Foto: Frank Groß

Der Frauenchor mit „What a wonderful world“

 

Stephen Harrison hat zu diesem Neujahrsempfang die Sopranistin Monika Rydz mitgebracht, sie ist seit der Spielzeit 2016/2017 Mitglied des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein.

Sie sang „Ich bin die Christel von der Post“ aus der Operette „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

Foto: Frank Groß

Monika Rydz mit „Ich bin die Christel von der Post“

 

Gudrun Windmann konnte nun Sängerinnen ehren, die viele Jahre dem Chor die Treuen gehalten haben.

„Ein Stück Musik von Hand gemacht, von nem richtigen Menschen mit Kopf erdacht.

Ein Stück Musik mit Fleisch und Blut, meinetwegen mal nen kleinen Fehler, das tut gut.

Das funktioniert immer und überall, am Ende der Welt, bei Tag und Stromausfall“.

So heißt es in einem Lied von Deutschlands wohl bekanntesten Barden Reihard Mey, und der muss es ja wissen, sagte Gudrun Windmann.
 

Für 10 Jahre Zugehörigkeit zum Frauenchor wurden die Sängerinnen Gaby Koslowski, Annette Frinke, Bettina Niederelz, für 25 Jahre Zugehörigkeit Cornelia Kianowski, für 40 Jahre Ingeborg Klocke (nicht anwesend) und für 50 Jahre Gisela Schnieders geehrt.

Allen Jubilaren überreichte Kirsten Stein einen Blumenstrauß. Cornelia Kianowski erhielt zusätzlich die obligatorische Uhr des Chores und Gisela Schnieders einen Gutschein.

Foto: Frank Groß

Die Jubilare

(v.l.) Gisela Schnieders, Cornelia Kianowski, Bettina Niederelz,

 Annette Frinke, Gaby Koslowski und Gudrun Windmann

 

Kirsten Stein übernahm nun die Ehrung von Gudrun Windmann für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Chor und seit 1981 Vorsitzende des Frauen-chores. Sie überreichte ihr eine Orchidee.

Gudrun Windmann überreichte Helga Ruhr einen Blumenstrauß für über 60 Jahre singen im Frauenchor, da Helga, wie Gudrun es ausdrückte „in den vorläufigen Ruhestand gehen möchte“.

An den Chor gerichtet sagte Gudrun Windmann zum Schluss:

„Uns allen wünsche ich nun, dass es uns nie die Stimme verschlägt, dass wir immer den richtigen Ton treffen und unser Leben fröhlich zwischen Moll und Dur verbringen“.

 

Nun hatte der Männerchor seinen musikalischen Auftritt unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch mit „Battle Hymn of the Republic“ und „Jakob’s Ladder“, beide Vorträge am Flügel begleitet von Stephen Harrison sowie a cappella gesungen „Amin“.

Foto: Frank Groß

Der Männerchor mit „Battle Hymn of the Republic“

 

Detmar von Foerster konnte nun Heinz Lütgebaucks auszeichnen und ehren für 25 Jahre Zugehörigkeit zum Hochdahler Männergesangverein, er überreichte ihm die Urkunde und eine Ehrennadel.

Detmar von Foerster sagte: Heinz ist auch seit 1995 im Vorstand, auf ihn kann ich mich verlassen und bedanke mich für seine rege Mitarbeit.

 

Foto: Frank Groß

Ehrung von Heinz Lütgebaucks

 

Anna-Maria Schlebusch richtet Grußworte an die Chöre.

 

Die Sopranistin Monika Rydz hatte nun ihren zweiten Auftritt mit „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus der Operette Giuditta von Franz Lehár, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

Nun traten beide Chöre zum Finale an mit „Die Musik der Nacht“, und „Mehr will ich nicht von dir“ aus dem Musical „Das Phantom der Oper“, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

 

Foto: Frank Groß

Beide  Chöre mit „Die Musik der Nacht“

 

Die Sopranistin Monika Rydz sang zum Abschlus des Neujahrsempfang „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini.

 

Detmar von Foerster lud nun alle zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

Foto: Herbert Frischen

(v.l.) Christoph Schultz, Heinz Lütgebaucks, Michaela Noll,

Detmar von Foerster, Gisela Schnieders, Ernst Buddenberg

 

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Sopranistin Monika Rydz verzaubert Gäste

 

Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre im Lokschuppen. Der Frauen- und der Herrenchor überzeugen mit ihren Darbietungen.

Bei der Neujahrsmatinee der Hochdahler Chöre sang Sopranistin Monika Rydz von der Deutschen Oper am Rhein als Gastsolistin.

VON LARS MADER

 

ERKRATH So frostig die Anfahrt gewesen war, so warmwonnig wurden die Gäste des Neujahrsempfangs der Hochdahler Chöre begrüßt. Gasgetriebene Radiatoren ließen den Lokschuppen zum Wohlfühltempel werden. „So schlechtes Wetter hatten wir noch nie“, haderte der Chöre-Vorsitzende Detmar von Foerster dennoch mit der Witterung, hatten die Rutschpartien auf den Straßen doch einen Teil der treuen Chorfreunde bewogen, zuhause zu bleiben. Mit Blick auf das Kleine und Große begrüßte Protektor Gottfried Bander das neue Jahr: „Es bleibt zu wünschen, dass wir unsere kleine heile Welt noch einige Jahre erhalten können.“ Er erinnerte an Lothar Neumann, den Sängerfreund, der vor kurzer Zeit auf einer Chorreise ganz unerwartet gestorben war.

Absolut nicht nehmen ließ sich diesen Fanpflichttermin die allertreuste Chorunterstützerin Michaela Noll. Die Bundestagsabgeordnete lobte: „Was mir hier unheimlich gut gefällt ist, dass es eine Gemeinschaft ist, die zusammenhält. Das macht die Stärke einer Region aus“.

Noll war ebenso über die Autobahn gerutscht, wie der von Vollsperrungen auf der Gegenspur berichtende Bürgermeister Christoph Schultz, der just am Vortag von seinem Besuch bei „Der König der Löwen“ aus Hamburg zurückgekehrt war. Musicalmelodien bekam er auch bei dieser Matinee zu hören. Aus „Das Phantom der Oper“ etwa hatte sich Chorleiter Thomas Gabrisch für „Die Musik der Dunkelheit“ entschieden. Das Lied sangen beide Chöre gemeinsam, so dass die klangliche Fülle des phantombewohnten Pariser Opernhauses imitiert werden konnte. Eine der liebsten Gesten seines Dirigates ist das pointierte Zusammenführen von Zeigefinger und Daumen, mit der er wie ein Chefkoch anzeigt, wann der genau richtige Zeitpunkt für den Einsatz einer neuen Zutat ist.

Zu den Jungen Sternen an der Deutschen Oper am Rhein – einem hochfaszinierenden, weil so international durchmischten Nachwuchsensemble – gehört die Sopranistin Monika Rydz.

Sie verkörperte genauso wesenshaft Franz Lehárs lebenshungrige Italienerin Guiditta, wie die viel kessmuntere Postbotin Christel. In ihrem ikonenwürdigen Kleid kam ihre Wandlungskunst zu voller Entfaltung. Rydz und ihrer schönen Stimme sind wirklich jede Partie zuzutrauen und das obwohl beide zart wie Audrey Hepburn wirken. Pianist Stephen Harrison geleitete Rydz so fingerfließend flüssig am Steinway, als seien er und sie ein langjähriges Bühnenduo.

Sowohl für den Frauenchor als auch für den Männerchor – sich stets mit ein wenig freundschaftlicher Rivalität zuzwinkernd – bot sich Gelegenheit, ihr besonders Können auch gesondert zu präsentieren. Die Damen glänzten bei dem jazzigen Liebessang „You´re the Top“ von Cole Porter mit Dynamik und Spontanität. Die Stärke der Herren liegt hingegen in der Klangkraft, die sie zu dem Spiritual „We are climbing Jacob’s ladder“ eindrucksbleibend zum Beweis führen.

Neben sieben Sängerinnen des Frauenchor Hochdahl 1942 wurde auch Heinz Lütgebaucks für viele Jahre Chormitgliedschaft geehrt. Er wirkt als Sänger wie als Kassierer im Vorstand des Hochdahler Männergesangverein 1909 stets emsig mit.