Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre am 6. Januar 2013 im Lokschuppen

Gottfried Bander, Protektor beider Chöre, eröffnete den Festakt. In seiner Festrede sagte er unter
anderem:
 

Liebe Sängerinnen und Sänger, verehrte Gäste! Zum heutigen Neujahrsempfang begrüße ich Sie recht herzlich. Ich freue mich sehr, dass Sie aus diesem Anlass den Weg hierher gefunden haben, verbindet sich doch damit eine langjährige und bewährte Tradition.

Folgende Gäste möchte ich im Einzelnen begrüßen: Den Bürgermeister der Stadt Erkrath,
Arno Werner und Gattin, den
stellvertretenden Landrat Ernst Buddenberg, die Bundestags-abgeordnete Michaela Noll, den Präsidenten des Chorverbandes NRW, Hermann Otto, die Vorsitzende des Chorverbandes Düsseldorf, Frau Christel Paschke-Sander und Frau Helga Anstatt, den Ehrendirigenten der Hochdahler Chöre Engelbert Buhr und Gattin, die Damen und Herren der Presse und die Vertreter befreundeter Vereine.

 

Gottfried Bander erinnerte nochmals an die vielen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, besonders an die Konzertreise des Frauenchores nach Südengland aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums und den Erwerb des Titels „Konzertchor“. Er sagte hierzu:

Ich nehme nochmals die Gelegenheit wahr, dem Frauenchor für die bravouröse Leistung zu gratulieren und die sehr gute Arbeit Ihres Chorleiters Professor Thomas Gabrisch hervorzuheben.

Ich wünsche Ihnen allen, auch im Namen meiner Frau, ein gutes neues Jahr und noch ein paar schöne Stunden hier im Lokschuppen.

 

Nun trat Detmar von Foerster ans Mikrophon und begrüßte alle Anwesenden herzlich und bedankte sich, dass fast alle der Einladung gefolgt sind und wünschte allen ein paar unterhaltsame Stunden.

 

Der Frauenchor sang als erstes „Mit Musik geht alles besser“, ein schöner Auftakt mit einer symbolischen Textvorgabe, unter Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Flügel begleitet von Stephen Harrison.

Foto: Herbert Frischen

Der Frauenchor Hochdahl 1942 „Mit Musik geht alles besser“

 

Als zweites Lied sang der Frauenchor „Hallelujah“ in der Bearbeitung von Pasquale Thibaut und Peter Schnur. Hiefür hatte sich der Chor eine gelungene und nette Variante des Auftrittes ausgedacht. Bei diesem Fünfstrophenlied standen bei der ersten Strophe neun Sängerinnen auf der Bühne und bei jeder folgenden Strophe gesellten sich einige Sängerinnen hinzu, bis bei der fünften Strophe  alle Sängerinnen auf der Bühne standen.

 

Nun trat Gudrun Windmann ans Mikrophon und begrüßte alle Anwesenden, sie wies auf die vielen Erfolge des Frauenchores hin, sie sagte weiter:

Erfolge gelingen nur durch konzentriertes und konstantes Üben, damit wir das Alte bewahren und Neues hinzulernen. Um das zu schaffen, brauchen wir natürlich auch die Konstante im Bereich der Sängerinnen. Darum möchte ich heute zwei Sängerinnen ehren und Dank sagen, die sich diesem Ziel mit Freude und Leidenschaft stellen, und zwar Brigitte Leopold für 25 Jahre und Christl Schöning für 40 Jahre im Frauenchor Hochdahl.

Foto: Herbert Frischen

Foto von links: Brigitte Leopold, Gudrun Windmann, Christl Schöning

Zusätzlich zu den Blumensträußen erhielt Brigitte Leopold die Choruhr und Christel Schöning einen Umschlag mit einem Gutschein.



Gudrun Windmann sagte weiter: Wir sind allen Sängerinnen dankbar, die das Jahr mit den vielen Sonderproben durchgezogen haben. Aber ich möchte es auch nicht versäumen, Ihnen als unsere heutigen Gäste recht herzlich zu danken, denn was wären wir ohne Publikum. Wir singen zwar gerne, aber es ist immer schön, hinterher das Echo zu hören, auch wir brauchen ein bisschen Applaus oder auch das Schulterklopfen. Halten Sie uns die Treue, damit wir noch gemeinsam viele Jahre mit Musik durchs Leben gehen können. Ich danke Ihnen.

 

Als letztes sang der Frauenchor das Lied „Memory“.

 

Detmar von Foerster bat nun Frau Noll ans Mikrophon. Sie sagte unter anderem: Meine sehr geehrten Damen und Herren, erstmal bin ich sprachlos, kann man das neue Jahr besser beginnen als mit solchen Tönen?

Herr von Foerster hat mich gebeten, über das Ehrenamt im Allgemeinen und im Besonderen hier im Chor zu sprechen.

Das Ehrenamt ist einfach die Bereitschaft zu geben für andere. Ehrenamt ist gelebtes Miteinander und das Ehrenamt ist ein wesentliches Fundament, und deshalb möchte ich Ihnen Dank sagen. Ohne Ihren Einsatz hätten wir Ihre erfolgreichen Chöre nicht, eine der leistungs-stärksten Chöre in der Region und Sie haben damit auch wirklich unsere Region geprägt. Dafür möchte ich Ihnen danken. Ich möchte Sie bitten, pflegen Sie Tradition, machen Sie bitte weiter so. Sie geben den Menschen Heimat in Erkrath und Hochdahl, Sie pflegen unsere Kultur, es ist immer ein Moment der Begegnung, wo Menschen mit einem Lächeln weggehen, wo Sie den Menschen etwas mitgeben. 

Ich bleibe Stammgast, es war der richtige Termin, es ist der richtige Jahresanfang und ich bin an der richtigen Stelle und ich bin Ihnen unendlich dankbar. 

Frau Noll überreichte zwei Gutschein für je zwei Personen für einen Besuch in Berlin.

 

Detmar von Foerster kündigte nun das Highlight des heutigen Morgens an. Stephen Harrison hatte aus seinem Hause die Sopranistin Anke Krabbe mitgebracht.

Anke Krabbe sang, von Stephen Harrison am Flügel begleitet, aus der Operette Der Zarewitsch von Franz Lehár „Einer wird kommen“.

Foto: Herbert Frischen

Sopranistin Anke Krabbe

 

Detmar von Foerster ergriff wieder das Wort, er sagte unter anderem:

Meine Damen und Herren, bevor sich der Männerchor musikalisch vorstellt, möchte ich einige Ehrungen vornehmen, denn es gibt keinen besseren Platz, um Dank zu sagen, als hier beim
Neujahrsempfang.

Der Männerchor ehrt Mitglieder mit der Ehrenmitgliedschaft, die 50 Jahre bei uns gesungen haben. Wenn man die Kinder- und Jugendzeit abrechnet, ist es fast ein ganzes Leben.

Ich habe die Ehre und das Vergnügen, die beiden Sänger Siegfried Redmer und Manfred Frinke zu ehren und möchte Ihnen die Ehrenmitgliedschaft anbieten.

Foto: Herbert Frischen

 

 

 

 

 

 

 

Zu Siegfried Redmer sagte er weiter:

Siegfried ist ein Ur-Trillser, er ist in ganz jungen Jahren, direkt nach dem Krieg, in den Chor eingetreten. Er war einige Jahre beruflich von zuhause weg und ist dann wieder nach Hochdahl in sein Elternhaus gezogen und ab da war er treuer Sänger des Hochdahler Männergesangvereins.
Lieber Siegfried, ich danke Dir und darf Dir die Urkunde überreichen.

Foto: Herbert Frischen

 

 

 

 

 

 

 

Nun zu Manfred Frinke, er verkörpert den Hochdahler Männergesangverein. Er war von 1965 bis 1980 fünfzehn Jahre 1. Vorsitzender. Er hat eine hohe soziale Aufgabe übernommen, er betreut kranke Sänger, aber auch sterbende Sänger, was noch viel schwieriger ist. Er kümmert sich auch um die Witwen verstorbener Sänger.

Lieber Manfred, auch Dir die Urkunde, ein herzliches Dankeschön und bleibe wie Du bist, Du bist der Beste.

Foto: Herbert Frischen

Nun hatte der Männerchor seinen musikalischen Auftritt mit den Liedern „Wenn Zigeuner 
Hochzeit machen“, „Was glänzet der Frühling“ und „Heija, wir Zigeuner sind da“.

 

Die Zugabe mit „Die Rose von Burgund“ war aus besonderem Grund Herrn Harrison gewidmet, er
ist ein Freund Frankreichs, er liebt Frankreich, er liebt die Königin, die Rose von Burgund, den Burgunder Wein.

 

In seiner Dankesrede sagte Stephen Harrison, dass der Männerchor damit ins Schwarze
getroffen hat und er jedes Jahr nach Frankreich fährt und von dort Wein (120 Ltr.) mitbringt.

Er sagte weiter: Ich bin nicht ganz so lange, wie viele von Ihnen, bei Ihnen, aber es ist so, bei uns in der Oper muss man an einem Haus fünfzehn Spielzeiten dienen, bis man die  Unkündbarkeit erreicht, das ist eine recht lange Zeit. Ich glaube, ich habe mehr als fünfzehn Jahre hier in Hochdahl bei Ihnen gespielt, vielleicht habe ich bei Ihnen auch die Unkündbarkeit erreicht.

Ich blicke zurück auf sehr viele Konzerte in den letzten Jahren unter Engelbert Buhr - Herr Buhr es freut mich sehr, Sie wieder hier zu sehen - und seit kurzem mit meinem alten Freund Prof. Thomas Gabrisch. Die Konzerte waren immer von einem erstaunlich hohen Niveau für Laienchöre. Sie singen wunderbar und Sie sind doch keine Profis. Sie singen Programme, auf die jeder Profichor stolz sein würde. Letzten November stand das anspruchvollste Konzert auf dem Programm, Osterchor aus Cavalleria, eines der schwersten, damit hat unser Chor auch zu arbeiten, um das gut hinzukriegen. Ich weiß, es war für Sie wahnsinnig viel Arbeit. Als ich das letzte Mal zur Probe kam, habe ich gedacht, da hat man aber dran zu knabbern. Dann kam das Konzert, es war wunderbar, die Arbeit hat sich gelohnt und ich kann nur sagen, weiter so meine Damen und Herren, es lohnt sich wirklich, ihr Gesang motiviert nicht nur Sie selbst, sondern auch ein großes Publikum. Große Gratulation an Sie alle.

 

Detmar von Foerster bat den Präsidenten des NRW-Chorverbandes Herrn Otto, der uns schon zum dritten Mal besucht, ein Paar Worte an unsere Gäste und den Chor zu richten.

Herr Otto sagte unter anderem:

So ein Präsident hat es nicht ganz einfach mit den Terminen bei 3.200 Chören mit 110.000 aktiven Sängerinnen und Sängern. Ich darf Ihnen ein gesegnetes und vor allen Dingen gesundes neues Jahr wünschen.

An Hochdahl hat mich erinnert der tolle Lokschuppen, der eine gewisse Atmosphäre hat, was man in manchem Konzertsaal nicht erreicht. Ich darf dem Frauenchor noch mal ganz herzlich Dank sagen für das Erreichen des Titels Konzertchor und ich denke, dass wir uns irgendwo bei der dritten Stufe beim Meisterchorsingen wiedersehen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Damen, die ja so was von ehrgeizig sind, das erreichen. Und das muss man den Männerchören manchmal mit auf den Weg geben, Ehrgeiz muss einfach dabei sein, das ist bei Frauenchören viel mehr gegeben.

Lassen Sie mich noch an die Frau Bundestagsabgeordnete, an den Bürgermeister und den stellvertretenden Landrat sagen! Ich kann Ihnen einen Tipp geben, wie Sie viele Probleme in Ihren Sitzungen einfach bewältigen können, stehen Sie vorher auf, singen ein Liedchen zusammen, dann lassen sich manche Problem besser lösen.

Insbesondere freue ich mich heute, das darf ich noch erwähnen, dass ich meinen Ziehvater Herrn Engelbert Buhr mit seiner Gattin hier heute wieder treffen konnte.

In diesem Sinne dem Frauenchor und auch dem Männerchor für die Zukunft immer ein gutes Gelingen.

Ihnen allen ein gutes Jahr, lassen wir es singend beginnen und aufhören, in diesem Sinne ein glückliches Glückauf.

 

Zum Abschluss des Festaktes sang Anke Krabbe begleitet von Stephen Harrison „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Giuditta von Franz Lehár. Sie wurden, wie auch die Chöre mit viel Applaus belohnt.

Natürlich war von der Künstlerin eine Zugabe gefordert. Sie sang „O mio babbino caro“ aus
Gianni Schicchi von Giacomo Puccini.

 

Detmar von Foerster lud zum Abschluss des Festaktes zu einem Umtrunk ein.



Foto: Herbert Frischen

von links: Gudrun Windmann, Detmar von  Foerster, Michaela Noll, Ernst Buddenberg