Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre am 15. Januar 2012 im Lokschuppen

 

Der traditionell im Januar stattfindende Neujahrsempfang im Lokschuppen war durch besondere Ehrungen geprägt.
 


Gottfried Bander, Protektor beider Chöre, eröffnet den Festakt und hieß alle herzlich Willkommen, unter ihnen die Ehrengäste Bürgermeister Arno Werner, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, den Leiter des Kulturamtes Ulrich
Schwab-Bachmann, den Ehrendirigenten der Hochdahler Chöre Engelbert Buhr mit Gattin, den Vorsitzenden des Chorverbandes Düsseldorf Otto Strittmatter sowie die Damen und Herren der Presse.

In seiner Festrede sagte er:

Als Protektor bin ich immer gerne unter Ihnen und fühle mich Wohl in Ihrer Mitte. Ich wünsche Ihnen persönlich und musikalisch ein gesundes und erfolgreiches Jahr.

Beim Jahresrückblick auf Ihre Arbeit ist uns noch einmal wesendlich der Abschied von Engelbert Buhr vor Augen geführt worden. Was haben wir mit Ihnen doch für eine wunderschöne Zeit verbringen dürfen.

Trotz aller Wehmut, welch ein gelungener, wirklich reibungsloser Übergang ist Ihnen, Herr Professor Thomas Gabrisch, geglückt. Seit Ihrem Antritt, sehr geehrter Herr Professor, höre ich von allen Seiten nur positives. Man merkt bei den Auftritten mit Ihnen und den Chören, dass Sie neue Akzente setzen und die Chormitglieder Ihren Dirigentenhänden wunderbar folgen. Ein großes Kompliment an Sie. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir noch viele Konzerte unter Ihrer Leitung erleben dürfen.

 

Er bedankte sich nochmals bei den Chören für die Mitgestaltung seines

70. Geburtstages Anfang des letzten Jahres im Lokschuppen. Er bat auch um Verständnis, dass er die Chöre nicht zu allen Auftritten begleiten kann, er sagte weiter:

Wenn ich zurückblicke, bin ich doch sehr erstaunt, was sich alles im Jahre 2011 getan hat und was die Chöre in diesem Zeitabschnitt geleistet haben.

Der Abschluss des Jahres und wohl der Höhepunkt war das Konzert in der Stadthalle Erkrath mit der Sopranistin Helen Donath. Wieder einmal war es das kulturelle Ereignis in Erkrath.

 

Nachdem Detmar von Foerster, der durch das Programm führte,
alle Anwesenden herzlich begrüßt hatte, bat er den Frauenchor auf die Bühne
.

Foto: Herbert Frischen

Der Frauenchor mit Prof. Thomas Gabrisch

 

Der Frauenchor gab eine erste musikalische Kostprobe mit den beiden Liedern „Ich gehör’ nur mir“ und „Irgendwo und –wann“, beide von Stephen Harrison am Klavier begleitet.

 

Danach trat Gudrun Windmann ans Mikrophon und wünschte allen ein gutes neues Jahr, sie sagte:

Wir feiern dieses Jahr unser 70. Jubiläum, der Frauenchor wurde 1942
gegründet.

Wir sind sehr glücklich und stolz, dass eine Sängerin heute unter uns ist, die diesen Chor mitgegründet hat, Gretchen van Venrooy.

Herzlichen Dank für 60 Jahre aktives Singen bei uns im Frauenchor.

Foto: Herbert Frischen

Kirsten Stein, Gudrun Windmann und Gretchen van Venrooy

 

Gudrun Windmann konnte noch weiter Damen im Frauenchor ehren, die 40 Jahre dem Chor angehören, und zwar Ilse Quell und Christel Kußerow.

Foto: Herbert Frischen

Gudrun Windmann, Ilse Quell, Christel Kußerow und Kirsten Stein

 

Für 25 Jahre Treue zum Frauenchor ehrte Gudrun Windmann die Sängerin Hildegard Plänker.

Foto: Herbert Frischen

Kirsten Stein, Hildegard Plänker und Gudrun Windmann

 

Alle vier Damen bekamen vom Frauenchor einen farbenprächtigen Blumenstrauß und vom Männerchor eine Flasche Sekt.

Foto: Herbert Frischen

Michaela Breunig, Kirsten Stein und Angelika Schmitz

 

 Gudrun Windmann sagte weiter:

Wir haben noch mehr Frauen zu Ehren, es sind ja nicht immer nur die
Älteren. Es wird ja immer gesagt, es gibt keinen Nachwuchs, wir haben ihn,
Michaela Breunig, Kirsten Stein und Angelika Schmitz, herzlichen Dank, dass Ihr  10 Jahre ausgehalten habt.

 

Euch allen herzlichen Dank für die Treue zum Chor. Wir wünschen Euch,
dass es Euch nie die Stimme verschlägt und Ihr immer den richtigen Ton trefft.



 

Zum Abschluss der Ehrung der Sängerinnen sang der Frauenchor noch die Lieder „Kann es wirklich Liebe sein“ und „A Clare Benediction“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch und von Stephen Harrison am Klavier begleitet.

 

Detmar von Foerster ergriff nun das Wort, er sagte:



Ich möchte an dieser Stelle Stephen Harrison begrüßen, Sie wissen ja alle, dass er uns seit 15 Jahren begleitet, er ist an der Deutschen Oper am Rhein in führender Position, ist aber vor allen Dingen ein Freund unseres Chores.



Unsere Neujahrsempfänge werden immer mit Soloauftritten von bekannten aber auch nicht so bekannten Solistinnen und Solisten bereichert.

Dieses mal hat Stephen Harrison aus der Talentschmiede der Deutschen Oper
am Rhein einen jungen rumänischen Bariton mitgebracht.



Und jetzt hören wir mal, was er uns mitgebracht hat.

Foto: Herbert Frischen

Bariton Bogda Baciu

 

Mitgebrach hatte er das Torerolied (Trinklied des Escamillo) „Vôtre toast-Toréador en garde / Euren Toast-Auf in den Kampf“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet.

Danach hatte Frau Sabine Schimke, Ratsmitglied, Gelegenheit, das Projekt „SingPause“ vorzustellen, in dem Schüler, an Erkrather Grundschulen von der ersten bis zur vierten Klasse, angeleitet von ausgebildeten Sängern in Stimm- und Gehörbildung gefördert werden. Sie warb um Sponsoren für dieses Projekt.

 

Jetzt hatte der Männerchor seinen Auftritt mit den beiden Liedern „Chianti-Lied“ und „Funiculi, Funicula“, unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Klavier begleitet von Stephen Harrison.

 



Detmar von Foerster konnte nun zwei Sänger ehren, die 25 Jahre Mitglied im Männerchor sind, und zwar Reiner Schröteler und Manfred Kind. Er überreichte ihnen die silberne Ehrennadel und eine Flasche Sekt.

Manfred Kind, Reiner Schröteler und Detmar von Foerster

 

Detmar von Foerster konnte weitere Sänger ehren, er sagte:

Meine Damen und Herren, ich möchte noch zwei Sänger ehren. Ich gebrauche
hier einmal das Wort Treue, und das liegt mir hier besonders am Herzen, wenn
ich von Sängern spreche, die 50 Jahre bei uns im Männerchor singen, es sind
Rudi Kozielski und Werner Frischen.

Rudi Kozielski war immer eine große Stütze als 1. Tenor. Rudi, Dir möchte
ich sagen, wir haben Dich damals gebraucht, wir brauchen Dich auch heute.



Nun zu Werner Frischen, unserem Kassierer, der in diesem Jahr für 50 Jahr
Singen geehrt wird. Es gibt für Ihn im nächsten Jahr wieder ein großes
Jubiläum, mit 50 Jahre Kassierer.

Foto: Herbert Frischen

Werner Frischen, Rudi Kozielski und Detmar von Foerster

 

Detmar von Foerster überreicht beiden die goldene Vereinsnadel, die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft und eine Flasche Sekt.

 

Nach der Ehrung trat der Männerchor mit dem a-capella Lied „Das Lied vom Rheinwein“ auf.

Foto: Herbert Frischen

Dann ergriff der 2. Vorsitzende Wilfried Pfeiffer das Wort, er sagte unter anderem:

Heute habe ich die Ehre und die Freude zugleich, als 2. Vorsitzender die
50-jährige Vorstandsarbeit von Detmar von Foerster zu würdigen.

(…) Gute Leistung für den Chor stand für Dich lieber Detmar schon immer
oben an. Es sollte kein Selbstzweck sein, sondern zum Wohlgefallen einer
breiten Zuhörerschaft. Dein Ehrgeiz und die Beharrlichkeit führten dazu, das
große Stars mit uns Konzerte machten.

Deine sehr enge Beziehung zu Stephen Harrison, die 1996 begann und uns
Wege zu großen Solisten eröffnete und eine weltklasse Klavierbegleitung
ermöglichte, runden Deine Aktivitäten zur Düsseldorfer Oper ab.

Die Leistungen beider Chöre waren nur möglich durch unseren langjährigen
und nun Ehrendirigenten Engelbert Buhr, den Du für beide Chöre 1991 gewinnen  konntest.

Foto: Herbert Frischen

Dertmar von Foerster und Wilfried Pfeiffer

 

Wilfried Pfeiffer überreichte Detmar von Foerster einen Gutschein für ein Wochenende mit seiner Frau in Görlitz, er sagte zum Schluss:

Bleib uns noch lange erhalten.

Der Männerchor unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch sang zum Abschluss der Ehrungen das Lied „Slowenischer Weinstrauß“ a-capella, mit einem Solo von Lutz Franke.

 

Anna-Maria Schlebusch gratulierte und sagt unter anderem:

Lieber Detmar, ich bin zwar keine aktive Sängerin, fühle mich der großen Chorgemeinschaft aber sehr verbunden, und deshalb ist es mir ein Bedürfnis, besonders Dir lieber Detmar, ein Paar Worte des Dankes zu sagen.

Mehr als zweidrittel Deines Lebens hast Du für und mit dem Männerchor verbracht, im Anfang als Sänger, aber dann 50 Jahre Vorstandsarbeit.

Aber, lieber Detmar, was wären Deine Sänger ohne Dich, aber was wärst Du ohne Deine Sänger.

 

Anna-Maria Schlebusch überreichte Detmar und Christel von Foerster einen Blumenstrauß und übergab einen Briefumschlag.

 

Hiernach sang der Bariton Bogda Baciu die Arie des Renalto „Eri fu che macchiavu quell’anima / Du warst’s, der diese Seele befleckte“ aus der Oper „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi, von Stephen Harrison am Klavier begleitet.

 

Prof. Thomas Gabrisch richtet einige Worte an Detmar von Foerster, er sagt unter anderem:

Meine sehr verehrten Damen und Herren, lieber Detmar.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schon mal an dieser Stelle
gestanden und mich als neuer Chorleiter vorgestellt. Ich war gespannt damals, wie die Zeit hier in Hochdahl eigentlich werden würde. In der Zeitung stand nach einem Interview mit mir so etwas wie, es wäre ein Experiment für mich. Nun, ich kann heute von meiner Seite aus sagen, ein geglücktes Experiment. Ich konnte damals noch nicht wissen, was mir in diesem Jahr alles an Herzlichkeit begegnen wird. Ich habe so viele Menschen kennen lernen dürfen.

(…) Ich erinnere mich gerne an zwei Gartenfeste, bei denen ich mit so
manchem Chormitglied mal in ein längeres Gespräch vertieft war, wie auch die
Fahrt in die Pfalz, an die Seminare und wie wir uns Gedanken über die Zukunft
des Chores gemacht haben, was man vielleicht verbessern könnte und was
unbedingt so bleiben soll.

Was man wirklich nicht verbessern kann und was unbedingt so bleiben soll,
ist Detmar von Foerster, unser aller Vorsitzender.

Ich muss sagen, ich habe schon mit vielen fleißigen Menschen zusammen
gearbeitet, aber was Herr von Foerster für seinen Verein alles tut, das ist
schon bemerkenswert.

(…) Die Motivation dafür kommt nicht von ungefähr, er ist seit 50 Jahren
aktives Mitglied und hat in dieser Zeit so manches erlebt. Er weiß aus Erfahrung,
dass nur das gut wird und bleibt, um das man sich kümmert. Im laufe der Jahre hat er profundes Wissen der Chorliteratur erworben.

(…) Eines möchte ich noch sagen, neben allen der von uns beiden zu
besprechenden und zu entscheidenden Dinge für den Chor ist auch eine
menschliche Ebene entstanden und haben wir gemerkt, dass wir’s einfach gut
miteinander können. Der Umgang ist freundschaftlich, und das ist auch gut so,
denn nur in einer solchen Atmosphäre hat man die besten Ideen für eine
gemeinsame Zukunft der Hochdahler Chöre, die uns beide am Herzen liegt. Bleibe uns bitte noch sehr lange erhalten.

 

Als Zugabe zum Abschluss der Ehrungen sang Bariton Bogda Baciu die Arie des Figaro „Non più andrai,farfallone amoroso / Nun vergiss leises Flehen“ aus „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart, von Stephen Harrison am Klavier begleitet.

 

Zum Schluss lade ich Sie zu einem Umtrunk ein, sagte Detmar von Foerster, feiern sie mit uns auf ein gutes Zweitausendzwölf.