Hochdahler Chöre verabschieden Chorleiter Engelbert Buhr beim Neujahrsempfang am 9. Januar 2011 im Lokschuppen

Der Neujahrsempfang der Hochdahler Chöre stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der feierlichen Verabschiedung von Chorleiter Engelbert Buhr und der Vorstellung des neuen Chorleiters Prof. Thomas Gabrisch.

 

Gottfried Bander, Protektor beider Chöre, eröffnete den Neujahrsempfang. Er begrüßte alle Anwesenden, unter ihnen die Ehrengäste, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding, Michael Rinscheid vom Chorverband NRW, Otto Strittmatter vom Chorverband Düsseldorf, den Leiter der Kreissparkasse Erkrath Wolfgang Soldin, Herrn Heinz Dieter Engelen sowie die Vertreter der befreundeten Chöre und die Damen und Herren der Presse.

 

Gottfried Bander würdigte noch einmal das große Engagement von Herrn Buhr, der die Chöre geführt und herausragende Erfolge feiern konnte. Herr Buhr hat sich um das Erkrather Kulturleben verdient gemacht

 

Der Frauenchor Hochdahl eröffnete den musikalischen Teil des Neujahrsempfangs mit den von Herrn Buhr komponierten Liedern „Gut, dass wir einander haben“ und „Da berühren sich Himmel und Erde“.

Foto: Herbert Frischen

Der Frauenchor Hochdahl 1942 mit Chorleiter Engelbert Buhr

 

Danach sang der Frauenchor, zum letzten Mal unter dem Dirigat von Engelbert Buhr, das temperamentvolle „Balkanfeuer“ von Otto Groll, eine Melodienfolge slawischer Volksweisen. Alle drei Lieder wurden von Stephen Harrison, Operndirektor der Deutschen Oper am Rhein, am Flügel begleitet.

 

Der Hochdahler Männergesangverein sang, ebenfalls zum letzten Mal unter der Leitung von Engelbert Buhr, die Lieder „Lobet den Herrn, meine Seele“ von G. Raabe und „Walk in the Light“ von K. Raude, beide am Flügel begleitet von Stephen Harrison sowie a-capella das Lied „Carmen Vespertinum“ von W. Giesen.

Foto: Herbert Frischen

Der Hochdahler Männergesangverein 1909

mit Chorleiter Engelbert Buhr

 

Danach gesellte sich der Frauenchor zu den Männern, um gemeinsam mit dem Solisten Rolf Broman von der Deutschen Oper am Rhein das „Dank sei Dir Herr“ von Georg Friedrich Händel vorzutragen, auch hier das letzte Dirigat von Herrn Buhr mit dem Gemischen Chor.

 

Der erste Vorsitzende Detmar von Foerster kam nun zum Höhepunkt des heutigen Morgens, zur feierlichen Verabschiedung unseres Dirigenten Engelbert Buhr.

Er erinnerte an die vielen großen Konzerte in der Erkrather Stadthalle, an die großen Solisten bei diesen Konzerten, aber auch an die großen Konzertreisen beider Chöre.

Foto: Herbert Frischen

(v.l.) Engelbert Buhr, Gudrun Windmann, Detmar von Foerster

 

Für seine großen Verdienste verliehen die Hochdahler Chöre Chorleiter Engelbert Buhr den Titel des Ehrendirigenten und überreichten ihm dazu einen Ehren-Dirigentenstab.

 

Michael Rinscheid bedankte sich bei Herrn Buhr im Namen des Chorverbandes NRW, er sagte:

Lieber Freund und Kollege Engelbert Buhr, es ist mir eine besondere Freude und Ehre, auf ein großes und prägendes und erfülltes Chorleiterleben zu schauen und dir, lieber Engelbert, alle guten Wünsche des Fachverbandes Deutscher Berufschorleiter des Chorverbandes NRW und natürlich meine persönlichen Wünsche für dein weiteres Leben, abseits des Dirigentenberufes, zu überbringen..

 

Otto Strittmatter dankte im Namen des Chorverbandes Düsseldorf, er sagte: Es ist in der tat ein denkwürdiger Tag, verabschieden wir doch heute Herrn Engelbert Buhr als Chorleiter der Hochdahler Chöre. Seine großartige Arbeit mit diesen Chören geht zu Ende. 20 Jahre sind es geworden und die Tatsache, dass es seit Jahren im November immer zwei ausverkaufte Konzerte in der Stadthalle gegeben hat, war und ist Bestätigung für die große erfolgreiche Arbeit. Herr Buhr, der Chorverband Düsseldorf sagt ihnen ganz herzlichen Dank.

Meine lieben Sängerinnen und Sänger. Sie sind nun gefordert. Bedenken sie, dass sie in Zukunft vielleicht eine etwas andere Probenarbeit erleben. Es bedarf einer großen Bereitschaft und Standfestigkeit, die schwierige Phase des Zusammenfindens zu überstehen. Das Wichtigste ist es, das sie alle zusammenhalten. Dem neuen Chorleiter Prof. Thomas Gabrisch und den Hochdahler Chören wünsche ich eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Engelbert Buhr sagte in seiner Dankesrede: Mein Blick richtet sich auf die 20 Jahre, in denen ich versucht habe, mich für die Belange meiner Hochdahler Chöre einzusetzen, so gehe ich nun mit dem heutigen Tag in den Ruhestand. Es ist mir immer darum gegangen, ihnen die Freude am Singen zu vermitteln. Allen Chormitgliedern möchte ich heute von Herzen Dank sagen für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben. Für die menschliche Verbundenheit und nicht zuletzt für die vielen erfolgreichen Konzerte und Auftritte. Auch die schönen Reisen beider Chöre werden mir unvergessen bleiben.

Foto: Herbert Frischen

Chordirektor ADC Engelbert Buhr

 

Beiden Chören wünschte er ein erfolgreiches Weiterleben zur Pflege der Chormusik sowie zur Freude am gemeinsamen Gesang. Er bedankte sich bei den Sängerinnen und Sängern für ihre langjährige Treue. Seinem Nachfolger, Herrn Prof. Thomas Gabrisch, wünsche er von Herzen Glück, Erfolg.

 

Zum Abschluss des musikalischen Teils sang der Männerchor die „Jakobs Ladder“, die Herr Buhr selbst dirigierte und auch am Flügel begleitete.

 

Rolf Broman sang, passend zur Verabschiedung von Chorleiter Engelbert Buhr, das Kunstlied „Zueignung“ von Richard Strauss, (Ja, du weißt es, teure Seele…., Habe Dank.)

 

Detmar von Foerster bat nun Herrn Professor Thomas Gabrisch, sich als unser neuer Chorleiter selbst vorzustellen.

Prof. Gabrisch sagte: Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe die Freude und Ehre, mich im Rahmen des Neujahrskonzertes der Hochdahler Chöre und ihrer Verabschiedung, lieber Herr Buhr, vorstellen zu dürfen.

 

Er berichtete, wie er zu uns nach Hochdahl gekommen ist. Er hatte immer mal wieder von den beiden Chören erzählen hören. Auch Otto Strittmatter hatte ihn auf diese Chöre aufmerksam gemacht, Ein Opernagent erwähnte einen Chor aus Hochdahl, der hochkarätige Solisten verpflichtet. Selbst in den USA erzählte ihm der Regisseur Michael Leinert von diesen Chören.

 

Zum Abschluss des Sänger-Festes hatte der Benrather Männerchor 1856 unter der Leitung von Johannes Koop mit 22 Sängern seinen Auftritt mit den Liedern „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann, „Alle Weil ein wenig lustig“ von Paul Zoll, „Und wieder blühet die Linde“ von Rudolf Desch sowie „Marienfahrt“ von Kurt Lissmann und „Die Spröde“ von Rudolf Desch.

Foto: Herbert Frischen

Chorleiter Prof. Thomas Gabrisch

 

Er sagte weiter: Als mich Herr Strittmatter zum zweiten Mal ansprach, ob ich nicht Interesse hätte, einen Chor zu leiten, eigentlich sind es zwei in Hochdahl, diese machen Konzerte mit großen Solisten, da war meine Neugier endgültig.

Dann habe ich auch noch gehört, dass Stephen Harrison bei den Konzerten mitwirkt, war es mir eine Garantie für einen Chor, der seine Ziele hochsteckt.

Ich freue mich auf die Arbeit und bin gespannt, was musikalisch möglich ist. Meiner Ansicht nach entstehen die besten Ergebnisse in einer menschlich angenehmen Atmosphäre. Ich werde versuchen, die Proben entsprechend zu gestalten. Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit.