Liederabend „Von der Spätromantik zum Broadway“ mit dem Bariton               Prof. Konrad Jarnot und dem Frauenchor Hochdahl 1942 im Lokschuppen         am 7. Juni 2015.

Die Hochdahler Chöre hatten zu einem Liederabend mit Konrad Jarnot und dem Frauenchor Hochdahl 1942 in den Lokschuppen in Hochdahl eingeladen.

 

Prof. Konrad Jarnot ist Professor für Gesang an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf.

Jarnots besondere Liebe gehört dem Liedgesang und genießt auf diesem Gebiet weltweit hohes Ansehen. In letzter Zeit widmet er sich mit großem Engagement der Wiederentdeckung verfolgter Komponisten wie Schönberg, Schreker, Braunfels und Korngold.

Prof. Konrad Jarnot war bereits 2011 zu einem Liederabend der Hochdahler Chöre mit „Die schöne Müllerin“ im Lokschuppen zu hören.

 

Gudrun Windmann, Vorsitzende des Frauenchores, begrüßte im gut besetzten Lokschuppen die Gäste.

Foto: Dieter Feilen

Der Frauenchor, am Flügel Prof. Thomas Gabrisch

Der Frauenchor Hochdahl 1942 eröffnete den Liederabend mit den Liedern „Der Wassermann“ und „Zigeunerleben“ von Robert Schumann, unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Flügel begleitet von Rie Saki, Schülerin der Düsseldorfer Musikhochschule.

 

Prof. Konrad Jarnot stieg in die weitere Romantik ein mit dem „Liederkreis“ von Robert Schumann,   nach Gedichten von Heinrich Heine sowie von Erich Wolfgang Korngold vertonte Gedichte, u.a. von Eichendorff, „Schneeglöckchen“, „Nachtwanderer“, „Liebesbriefchen“ und „Sommer“ sowie „I wish you bliss“ (Dehmel), „Come away, come away death” (Shakespeare) und “Was du mir bist” (Eleonore van der Straaten).

Foto: Dieter Feilen

Prof. Konrad Jarnot, am Flügel Prof. Thomas Gabrisch

Nach der Pause, in der die Gäste zu einem Glas Sekt eingeladen waren, sang Jarnot von Richard Strauss „Zueignung“ sowie „Morgen“ (Mackay), „Traum durch die Dämmerung“ (Bierbaun) und „Ach weh mir unglückhaftem Mann“ (Dahn).

 

Nun wechselte der musikalische Schwerpunkt von der „seriösen zur modernen Musik“.

 

Der Frauenchor begann mit „You´re the top“ und „I´ve got you under my skin“ von Cole Porter, am Flügel begleitet von Prof. Thomas Gabrisch.

Foto: Dieter Feilen

Der Frauenchor, Prof. Konrad Jarnot und am Flügel Prof. Thomas Gabrisch

Prof. Konrad Jarnot, jetzt in legerer Kleidung, wählte aus den über 40 Musicals und Filmmusiken, die Cole Porter schrieb, die schönsten Evergreens aus und zwar:„Night and day“, „Just one of those things“, „All through the night”, “Let´s do it”, “In the still of the night”, “Miss Otis regrets”, “I get a kick out of you” und Ev´ry time we say goodbye”.

Prof. Konrad Jarnot wurde bei allen Vorträgen von Prof. Thomas Gabrisch am Flügel begleitet.

 

Das Publikum dankt mit lang anhaltendem Applaus.

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Bariton verstärkt das Konzert des Frauenchores

 

ERKRATH. Um die Liebe drehte sich fast alles, was beim Liederabend des Frauenchores Hochdahl besungen wurde. „Von der Spätromantik zum Broadway“ war der Titel des außergewöhnlichen Konzertes am Sonntag im Hochdahler Lokschuppen. Die gastgebenden Chorfrauen sangen zu Beginn des Konzertes das romantische Lied „Der Wassermann“ von Robert Schumann und im zweiten Teil amerikanische Welthits von Cole Porter. Beide Liedvorträge trug der Frauenchor mit viel Einsatz und Temperament vor. Das Konzert-Programm umspann den weiten

Komponisten-Bogen von Robert Schumann über Erich Wolfgang Korngold bis zu Richard Strauss und Cole Porter.

Der Star des Nachmittags war der Bariton Konrad Jarnot, Professor für Gesang an der Robert Schumann Musikhochschule. Eingeladen hatte ihn der Hochschulkollege und Dirigent der Hochdahler Chöre, Prof. Thomas Gabrisch, der den Sänger nicht nur einfühlsam, sondern auch zu weilen enthusiastisch am Flügel begleitete. Das Zusammenspiel der beiden Musiker war in jeder Phase des Konzertes ein Hochgenuss. Die Pianistin Rie Saki, ebenfalls von der Düsseldorfer Musikhochschule, unterstützte Prof. Gabrisch am Klavier.

Die von Robert Schumann vertonte Ballade „Liederkreis“ von Heinrich Heine wurde von Konrad Jarnot nicht nur stimmlich hervorragend interpretiert. Auch die Dramaturgie dieses umfangreichen Liebesliedes setzte Jarnot dezent schauspielerisch um. Einen besonderen Höhepunkt des ersten Teils lieferte der Sänger mit dem Liebeslied „Was du mir bist“, gedichtet von Eleonore van der Straaten und komponiert von Erich Wolfgang Korngold. Überhaupt liegt Jarnot das Liedgut des jüdischen Emigranten Korngold, dessen Kompositionen das frühe 20. Jahrhundert in Europa umfasst, besonders am Herzen.

Den Schluss des Konzertes bildeten Lieder von Cole Porter. Das „Let’s do it“ ist schließlich auch ein Liebeslied, genauso wie „I get a kick out of you“. Begeistert reagierte das Publikum auf den Vortrag des Liedes „Miss Otis regrets“, das Konrad Jarnot vortrug, indem er durch die Zuschauerreihen schlenderte.