Konzerreise Südafrika, Mai 2000

Vor dem "Erkraths Building" in Windhoek -Namibia-

Zunächst flog der Chor mit seinen Gästen nach Namibia. Hier traf man auf viele Gebäude und Straßennamen aus der Deutschen Zeit vor 1914. Ein Konzert in der ehemaligen Deutschen Oberschule bildete den musikalischen Rahmen. es wurde fast nur von deutschsprachigen Südwestlern besucht und ließ viele alte Erinnerungen wach werden. Windhoek liegt 1600m hoch und ist umgeben von einer bizarren Buschlandschaft. Wenn die Sonne untergeht - und das geht sehr schnell - tritt unmittelbar die Nacht ein. Eine Nacht mit einem einmaligen Sternenhimmel. Dies konnte die Reisegruppe bei einem Buschmanns-Fondue erleben, aber auch die großen Temperatur- unterschiede, denn die Nächte wurden kalt.


Besuch bei Glori Ziller in Namibia

Außer einer großen Safari-Fahrt gab es noch einen weiteren Höhepunkt in Namibia: die ehemalige Bürgermeisterin, "Frau Gloria Ziller" und ihr Mann besuchten den Chor in dessen Hotel. Es war eine große Freude für alle. Bei Kaffe und Kuchen erzählte sie von ihrer Farm und ihren Plänen in Süd-West. Detmar von Foerster überreichte im Namen der Stadt und des Bürgermeisters ein Ortseingangsschild: STADT ERKRATH, verbunden mit lieben Grüßen von vielen Erkrathern. Der Chor schenkte Frau Ziller ein Straßenschild "FRÖBELSTRASSE" (der ehemalige Wohnsitz in Hochdahl). Beides wird auf der Farm mit einem großen Bild des Männerchores seinen Platz finden. Frau Ziller überraschte den Chor mit einem außergewöhnlichen Geschenk, einem bemalten Straußenei.


Am Kap der Guten Hoffnung

Das nächste Ziel war Kapstadt, eine Stadt mit vielen Gesichtern. In den Randgebieten kilometerlange Wellblechhütten. Die Innenstadt, mit Charme einer Weltstadt und ihrer herrlichen Lage an zwei Ozeanen, wird allen Wünschen gerecht. Auch dort gab es einen öffentlichen Auftritt im Amphitheater auf der Waterfront. Sodann wurden Besichtigungen vorgenommen und zwar des Kaps, des Tafelbergs, umliegende Weinorte und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Eine 3-Tagesreise auf der berühmten Gartenroute mit herrlichen Buchten am indischen Ozean, mit langen Fahrten durch die Savannen und Buschlandschaften, riesigen Proteenbüschen, einer einmaligen Fauna und Flora und der Besuch einer Straußenfarm beeindruckte alle immer wieder aufs neue.


Gruppe an der Christuskirche / Reiterdenkmal

Auf dieser Route gab es auch noch ein Konzert in Goerge. Die Kirche, im Kap-Holländischen Baustil, hatte eine gute Akustik und der Chor konnte sein gesamtes Konzertprogramm einem begeisterten Publikum vorstellen.

Nicht zu vergessen sei die Dampfzugfahrt mit dem historischen Outeniqua Choo-Tjoe. Protektor Gottfried Bander mit seiner Frau, erstmals auf großer Reise mit dabei, hatte als Eisenbahnfan seine helle Freude.

In "Afrika ist Muttertag", dieses oft benutzte Schlagwort, wurde in schönster Weise Realität. Am letzten Sonntag vor der Heimreise sang der Chor in der deutschsprachigen katholischen Gemeinde im Nazarethhaus bei einer Messe. Der Muttertag ist dort der höchste Feiertag. Bei den ergreifenden Liedern flossen viele Tränen. Eine gemeinsame Stunde bei Kaffe und Kuchen mit der Gemeinde rundete diesen letzten Tag harmonisch ab.

Jetzt stand wieder ein 10 Stundenflug an, es ging nach Hause.
22 000 Flugkilometer wurden zurückgelegt, es wurde sehr viel gesehen. Man war dem Südpol näher als Hochdahl. In Afrika ist alles anders. Dort geht die Sonne im Osten auf und nimmt im Norden ihren Lauf ..... einmalig.