26. bis 31. August 2008 Erlebnis- und Konzertreise des Frauenchores nach Finsterwalde

 

Der Frauenchor unternahm eine 6-tägige Erlebnis- und Konzertreise nach Berlin und Finsterwalde, mit insgesamt 75 Personen, davon 40 Sängerinnen, Chorleiter Engelbert Buhr mit Frau sowie Männer/Partner der Sängerinnen und Freunde des Chores.

Auf dem Programm der Reise standen Berlin, der Spreewald und das Sängerfest in Finsterwalde.

Am Dienstagmorgen, dem 26. August erklang auf dem Platz der Hochdahlarkaden, vor Abfahrt der Busse das Lied „Die irischen Segenswünsche“ als Ständchen für Chorleiter Engelbert Buhr zu dessen 82. Geburtstag.

Dann ging es mit zwei komfortablen Reisebussen Richtung Berlin, wo gegen 16:30 Uhr das 4-Sterne-Hotel „Best Western“ in Steglitz erreicht wurde. Der Abend stand zur Erkundung Berlins zur Verfügung.

Am Mittwochmorgen stand der Besuch des Reichstagsgebäudes auf dem Programm. Die Besichtigung war von der Bundestagsabgeordneten Michaela Noll organisiert worden, sodass wir uns nicht in die Schlange der wartenden Besucher einreihen mussten.

Foto: Herbert Frischen

 Die Reisegruppe vor dem Reichstagsgebäude

 

Die Besichtigung begann im Herzstück des Gebäudes, dem Plenarsaal. Leider fand wegen der Ferien an diesem Tage keine Plenarsitzung statt.

Auf der Besuchertribüne mit Blick in den Plenarsaal wurde uns die Geschichte des Reichstagsgebäudes, die Sitzordnung sowie die Arbeit der Abgeordneten von einem Moderator dargelegt.

Im Anschluss daran fand eine einstündige Informationsveranstaltung über die Arbeit von Frau Noll, im Kreis Mettmann und als Bundestagsabgeordnete in Berlin, statt.

Foto: Herbert Frischen

Die Gruppe im Reichstagsgebäude vor dem Bundestagsadler

 

Danach war Gelegenheit, die Attraktion des Gebäudes, die Glaskuppel zu besichtigen. Von der Aussichtsplattform war ein einmaliger Rundblick über Berlin gegeben.

Im Paul-Löbe-Haus neben dem Reichstagsgebäude war Gelegenheit, zu Mittag zu essen. Danach konnte jeder auf eigene Faust Berlins Sehenswürdigkeiten erkunden.

Am Donnerstag, dem 28. August, begaben wir uns morgens auf eine dreistündige Stadtrundfahrt mit kundiger Stadtführung. Leider war der Wettergott an diesem Morgen nicht gnädig mit uns. Zum Glück saßen wir im Bus, sodass uns der Regen nichts anhaben konnte.

Am Nachmittag konnten wir Berlin vom Wasser aus erleben mit einer Bootsfahrt über die Havel und die Spree. Der Wettergott hatte ein Einsehen
und bescherte uns Sonnenschein. Vom Bootsdeck aus konnten Berlins Sehenswürdigkeiten bestaunt werden.

Unter manchen niedrigen Brücken musste der Kopf eingezogen werden.

 

 

Foto: Herbert Frischen

Sehenswürdigkeiten vom Bootsdeck betrachtet

 

Am Freitag, dem 29. August, erfolgte die Weiterfahrt nach Finsterwalde.

Bei einem Zwischenstopp in Lübbenau war eine traditionelle Kahnfahrt in der einzigartigen Flusslandschaft im Spreewald angesagt.

Nach verlassen der Anlegestelle durchfuhren wir das Wasserlabyrinth, durch kleine und große Wasserstraßen verbunden, durch Wälder und Wiesen, bevor wir auf der ruhig fließenden Spree, der Hauptstraße, die hier aus Wasser besteht, das besiedelte Umland und das typische Spreewalddorf Lehde erreichten.

Hier im schönsten Teil das Oberspreewaldes wurden uns die Schönheiten der naturbelassenen Spreewaldlandschaft auf drei Kähnen gezeigt.

Foto: Herbert Frischen

Spreewaldgurken und Schmalzbrote konnten probiert werden

 

Während des Aufenthaltes war Gelegenheit, das Gurkenmuseum zu besichtigen, zu wandern oder in einem der Gasthäuser sich zu stärken. Danach ging es zurück nach Lübbenau.

Foto: Herbert Frischen

Zwei Boote auf der Rückfahrt nach Lübbenau

 

Anschließend ging die Busfahrt weiter zum Hotel nach Lauchhammer,

ca. 20 km von Finsterwalde entfernt. Ein Hotel im Naturpark „Niederlausitz-Heidelandschaft“.

Der Samstag 29. August stand ganz im Zeichen des Sängerfestes in Finsterwalde.

Vom Busparkplatz am Bahnhof ging es in einer langen Schlange von Sängerinnen zur Hauptbühne gegenüber dem Rathaus in der Innenstadt, wo der Frauenchor seinen Auftritt hatte.

Foto: Herbert Frischen

Am Bahnhof in Finsterwalde

 

Das Sängerfest in Finsterwalde findet seit 1992, dem ersten Sängerfest, alle zwei Jahre, jeweils am letzten Augustwochenende von Freitag bis Sonntag, statt.

Die ganze Innenstadt glich einem Biergarten, auf zehn Bühnen hatten Chöre Gelegenheit, ihr Können zu Gehör zu bringen.

Empfangen wurden wir von einem Männerchor auf der Hauptbühne mit dem Lied „Wir sind die Sänger von Finsterwalde“.

Der Frauenchor konnte sich vor seinem Auftritt in einem Saal einsingen, es stand jedoch nur eine knappe Stunde zur Verfügung, um sich mit dem Pianisten Benjamin Levitsky abzustimmen.

Dann gegen 13:15 Uhr war es Zeit für den Auftritt auf der Hauptbühne.

Der Chor wurde schon von einer großen Zuhörerschar erwartet.

Foto: Herbert Frischen

Der Frauenchor auf der Hauptbühne

 

Zur Aufführung kamen die Lieder „Wiener Walzerklänge“ aus der Operette Wiener Blut von Johann Strauss, „Wiener Spezialitäten“ eine Folge beliebter Wiener Melodien von Otto Groll, „Mittelmeer-Reise“ von Willy Trapp und „Balkanfeuer“, eine Melodienfolge slawischer Volksweisen von Otto Groll, mit einem Solo, gesungen von Cornelia Kijanowski. Die Übertragung mittels Mikrofonen sorgte für eine hervorragende Beschallung auf dem großen Marktplatz.

 

Die große Anzahl von Zuhörern spendete für die gekonnten Vorträge begeisterten Beifall und forderte zum Schluss noch eine Zugabe, die der Frauenchor mit dem Lied „Eins und eins, das macht zwei“ von Hildegard Knef gerne erfüllte.

Foto: Herbert Frischen

Aufmerksame Zuhörer beim Auftritt des Frauenchores

 

Nach dem Auftritt des Frauenchores war Gelegenheit, sich in das festliche Getümmel zu stürzen und bis zum Abend zu feiern.

Am Sonntagmorgen hieß es dann, die Rückreise nach Hochdahl anzutreten.

Die Lausitzer Rundschau vom 3. September 2008 schreibt: (Auszug)

Der Mensch an sich ist einsam, aber nicht beim Sängerfest

Beim Sängerfest ließen die Frauen aus Erkrath, zwischen Düsseldorf und Wuppertal gelegen, die Zuhörer mit einem besonders schwungvollen Programm am Sonnabend vor der großen Markthalle erstaunen. Die vierzig Frauen boten aus ihrem vielseitigen Repertoire ihr Programm für fröhliche Volksfeste, wie Gudrun Windmann als Vorsitzende des Vereins erzählte. „Der Tag ist so schön, lasst ihn nicht zu Ende gehen“, damit sangen sie den etwa dreihundert Zuhörern aus dem Herzen. Im Wechsel zwischen ausgezeichneter Ensembleleistung und solistischen Passagen machten die Frauen mit Volksliedern durch ganz Europa von Barcelona bis in „die schöne Tschechoslowakei“ ihre Gesangsqualitäten hörbar.

Das Besondere an dem Konzert: Sie wollten unbedingt einen Begleitpianisten „geliehen haben“. Musikschullehrer Benjamin Levitsky ließ sich „mit Bauchschmerzen“, wie er vorher einräumte, auf das Wagnis ein, denn nur eine knappe Stunde Probe zur Abstimmung vor dem Auftritt war möglich. Immerhin hatte er von den Hochdahler Frauen vorher die Partituren zugeschickt bekommen.

Die Bedenken waren schnell zerstreut, unter souveräner Stabführung von Chorleiter Engelbert Buhr und mit Einfühlungsvermögen von Levitsky war schnell die gemeinsame musikalische Sprache gefunden. Das Publikum merkte nichts davon, dass Chor und Pianist zum ersten Mal miteinander konzertierten.

Mit „Der Mensch an sich ist einsam“ verabschiedeten sich die Frauen mit dem durch Hildegard Knef bekannt gewordenen Lied. Das traf an diesem Tag überhaupt nicht zu, jedenfalls nicht beim Finsterwalder Sängerfest.

Noch bis zum Abend genossen die Frauen „die einzigartige Stimmung in der Sängerstadt“, wie sie fanden.