Erlebnis- und Konzertreise des Frauenchor Hochdahl 1942 nach Südengland als Jubiläumsreise zum 70-jährigen Bestehen vom 3. bis 10. Juni 2012.

Auf Einladung des „New Harmony Ladies Choir Bristol“ reiste der Frauenchor Hochdahl 1942 als Jubiläumsfahrt für acht Tage nach England.

Schon früh um 04.30 Uhr starteten 65 frohgelaunte Sängerinnen mit Anhang und Gästen mit einem doppelstöckigen Bus. Der Weg war weit, 420 km bis Calais. Von dort ging es bei leichtem Wind auf einer schwankenden Fähre weiter nach Dover.

Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden die Sängerinnen aktiv und sangen sich schon mal warm.

In dem kleinen Dorf Leeds bei Maidstone konnten wir uns endlich die Füße vertreten und das erste englische Herrenhaus „Leeds Castle“, ein Wasserschloß, und das feuchte englische Wetter
kennen lernen.

In Maidstone war auch die Zwischenübernachtung.

 

Weiter ging die Fahrt vorbei an dem markanten, rätselvollen Stonehenge, einem Bauwerk aus der Jugendsteinzeit, zu unserem Standquartier nach Plymouth.

 

Von Plymouth aus gab es 4 Tage lang Sternfahrten nach Cornwall ins Rosamunde-Pilcher-Land.

Da lag es nahe, dass wir zuerst nach Padstow, eine kleine Hafen-stadt in der Grafschaft Cornwell, zu dem berühmten Herrenhaus „Prideaux Place“ fuhren, wo die Pilcherfilme gedreht werden. Für den aufgeschlossenen und freundlichen Hausherrn Peter Prideaux-Brune sang der Chor das „Ave Maria“ und die beiden Volkslieder “Der Lindenbaum“ und „Loreley“, unter der Leitung von Claudia Michel. Der Erfolg war riesig und der Hausherr überreichte den Damen als Dank einen seiner Lieblings-Stoffbären.

Foto: Friedel Michel

Ständchen im „Prideaux Place“ (Der Hausherr im gelben Pullover)

 

Wir besichtigten weitere wunderschöne alte Herrenhäuser mit den dazu gehörenden Landschaftsgärten, wie das grandiose „Lanhydrock House“ nahe der Stadt Bodmin. Hier stand der Chor vor herrlicher Kulisse und sang zur Freude der vielen Besucher drei deutsche Volkslieder und erhielt begeisterten Applaus.

 

Nachdem Chorleiter Prof. Thomas Gabrisch nachgereist war, probte der Chor jeden Abend nach dem Essen, da der Auftritt unseres Chores in Bristol immer näher rückte.

 

Da Cornwall auch für die schönsten Landschaftsgärten bekannt ist, hatten wir auch drei Gärten auf dem Programm. Es sind teils naturbelassene, mit subtropischen Pflanzen und fernöstlichen Gehölzen gestaltete Gärten oder sehr gepflegte Parkanlagen mit altem Baumbestand (Wisley Garden, Trelissick Garden und Trewithen Garden). Auch hier machten die sangesfreudigen Damen auf sich aufmerksam.

 

Foto: Friedel Michel

Ständchen im „Trelissick Garden“

 

Der längste Ausflug führte uns über St. Michaels Mount nach „Land’s End“, eine Ortschaft am westlichsten Punkt Englands. Dieser Tag war ein besonders nasser und stürmischer Tag. Das Meer
rollte mit riesigen Wellen an den Strand und der Wind versuchte die Damen umzuwerfen; kein Wetter zum Singen.

 

In dem hübschen Künstlerstädtchen St. Ives mussten wir vor dem Regen und Wind in die Galerien
oder Restaurants flüchten. Schade, das kleine Fischerdorf am Atlantik hätten wir gerne erkundet.

 

Die Fahrt nach Bristol wurde an besonders schönen Sehenswürdigkeiten unterbrochen. Zwei besonders schöne alte katholische Kirchen ließen uns in dem angelsächsischen Land staunen. In
„Buckfast Abbey“ in der Grafschaft Devon ließen die Damen in der Klosterkirche das „Ave Maria“ erklingen, die Akkustik der Kirche war beeindruckend.

 

In der „Kathedrale von Wells“ in der Stadt Wells in der Grafschaft Somerset hatten wir das Glück, dem dortigen Kirchenchor bei der Probe zuhören zu können.

Im Herrenhaus „Montacute House“ konnten wir die ganze Geschichte Englands in der „Portrait Gallery“ an etwa 90 Gemälden studieren.

 

Die Stadt Bristol ist eine wunderschöne Stadt mit vielen Wasserstraßen und einem pulsierenden Leben, da sie eine Universitätsstadt ist.

Der letzte Ausflug, am Tage des Konzertes, führte uns in die Stadt Bath, Englands schönstem Kurort aus der Römerzeit, mit den Überresten eines römischen Badehauses mit heißen Quellen und einer beeindruckenden Kathedrale.

 

Foto: Friedel Michel

Der Frauenchor vor der Kathedrale in Bath

 

Am Nachmittag ging es zurück nach Bristol ins Hotel. Nun hieß es, sich auf das Chorkonzert am Abend vorzubereiten.

Vor dem Konzert war der Chor von den englischen Damen zur Teatime eingeladen und bald waren auch die Sprachbarrieren überwunden.

 

 

Mit einem anspruchsvollen Repertoire überzeugten

beide Chöre von ihrem großartigen Können:

 

 

 



 

Der „New  Harmony Ladies Choir“ präsentierte unter

anderem „O Fortuna“  von Carl Orff,

„The Lord Bless You and Keep You“ von John Rutter,

„Fly me to  the Moon“ von Bart Howard – arr. Berty Rice,

um nur einige zu nennen.

Der „Frauenchor Hochdahl 1942“ mit 27 Sängerinnen, unter der Leitung von Chorleiter Prof. Thomas Gabrisch, wartete im ersten Teil mit „Der Lindenbaum“ und „Lorey“, zwei Lieder aus dem „Volkslied Sextett“ von Hermannjosef Rübben sowie mit „Ave Maria“, „Du bist’, dem Ruhm und Erhre gebühret“, „Irgendwo und -wann“, „Kann es wirklich Liebe sein“,und „Rossiniana“ auf.

 



Im zweiten Teil sangen der Frauenchr Hochdahl die Lieder „A Clare Benediction“, „A gaelic Blessing“, „Hallelujah“, „Over the Rainbow“, „My Heart willgo on“ und „Balkanfeuer“ von Otto Groll mit einem Solo, gesungen von Cornelia Kijanowski.

Foto: Monika Ratajski

Der Frauenchor beim „Du bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret“

 in der Kingswood Congreational Church

 

um Abschluss des Konzertes taten sich beide Chöre zusammen und es erklang das Lied „Zum Abschied“ ebenfalls aus dem „Volkslied Sextett“ von Hermannjosef Rübben in deutscher Sprache gesungen, unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch.

Foto: Monika Ratajski

Das Finale mit beiden Chören

 

Der anschließende Abendimbiss in einem Pub, gemeinsam mit dem Gastgeberchor, führte zu vielen neuen Bekanntschaften und der Einladung zu einem Gegenbesuch der Ladies nach
Hochdahl.

 

Der Rückreisetag hatte als Höhepunkt eine gut erklärte Stadtrundfahrt durch London von unserer
Reiseleiterin Gloria, die uns sieben Tage durch England begleitet hatte und uns viel über England vermitteln konnte. Als Dankeschön an diese sachkundige und liebenswürdige Begleiterin sang der Chor für sie das Lied „Sterntaler“, das sie sehr rührte.

 

Auch der immer freundliche und versierte Busfahrer Volker, vom Busunternehmen SCHIWY aus Hattingen, bekam sein Abschiedsständchen, diesmal selbst gedichtet und von allen Reiseteilnehmern gesungen. Er hat uns 2.000 km sicher durch den Linksverkehr in Südengland und 1.000 km durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich gefahren

 

Wir können auf eine erlebnisreiche, informative und nicht zuletzt sangesfreudige Jubiläumsreise
zurückblicken, an die wir bestimmt auch noch in einigen Jahren immer gerne zurückdenken werden.

 

Bericht: Karin Klaus / Gaby Koslowski