9. Hochdahler Sänger-Fest, am 12. Mai 2010, im Lokschuppen am Ziegeleiweg

Der Hochdahler Männergesangverein 1909 hatte zum traditionellen Sänger-Fest im Lokschuppen als Gastchor den Gemischten Chöre der Jüdischen Kulturgemeinde Wuppertal „Masel Tov“ und den „Benrather Männerchor 1856“ nach Hochdahl eingeladen.

 

Wie alle Jahre war auch in diesem Jahr das Interesse an diesem Kulturereignis für Freunde des Männerchorgesanges wieder so groß, dass der Lokschuppen kaum alle Gäste und Freunde fassen konnte.

 

Der 1. Vorsitzende des Hochdahler Männergesangvereins 1909, Detmar von Foerster, konnte viele Gäste begrüßen, darunter als Ehrengäste die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, Jürgen Mau vom Chorverband Düsseldorf, unseren Protektor Gottfried Bander sowie einen Freund des Chores, Chorleiter Willy Braekeler.

Foto: Herbert Frischen

Der Hochdahler Männergesangverein 1909

 

Da am heutigen Tage viele Geburtstagskinder unter unseren Gästen sind, gratulierte der Männerchor allen mit „Hoch soll’n sie leben“.

 

Der Hochdahler Männergesangverein eröffnete mit 56 Sängern, unter der Leitung von Chorleiter Engelbert Buhr, das 9. Hochdahler Sänger-Fest mit den Liedern „Ticino e Vino“ von J.B. Hilber sowie mit „Funiculi-Funicula“ und dem „Chianti-Lied“, beide von Friedrich Zimmer, von Engelbert Buhr am Klavier begleitet.

 

Detmar von Foerster kündigte nun den Auftritt des Gastchores „Masel Tov“ aus Wuppertal an. Er sagte, dass es nicht üblich ist, dass bei dieser Veranstaltung Frauen auftreten. Wir haben dieses Mal eine Ausnahme gemacht mit der Einladung des Gastchores aus Wuppertal.

 

Die Chorsprecherin Frau Ruth Yael Tutzinger bedankte sich herzlich für die Einladung. Sie sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir Ihr Sängerfest ein wenig mitgestalten und anschließend auch mit Ihnen feiern dürfen“.

Foto: Herbert Frischen

 

Der Gemischte Chor der Jüdischen Kulturgemeinde Wuppertal

„Masel Tov“

 

Frau Tutzinger stellte nun den Chor vor, der 1997 gegründet wurde. Er besteht aus Juden aus der ehemaligen UdSSR, die nach 1989 nach Wuppertal gekommen sind, aber auch aus Nichtjuden.

 

Das Ziel des Chores ist es, ein breites Repertoire mit jiddischen Liedern und mit hebräischen Texten zu singen.

 

Mit 28 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Chorleiterin Rokella Rachel Verenina hatte der Chor „Masel Tov“ seinen Auftritt.

 

Frau Tutzinger erklärte zu jedem vorgetragenen Lied den Inhalt des Textes.

 

Der Chor begann mit „Osse Schalom“, dem letzten Vers aus dem Heiligungsgebet der Liturgie, arrangiert von Frau Verenina. Es endet mit der Bitte um Frieden. Es folgten „Schalom alechem“ von Gil Aldema, „Roni, roni bat Zion“ mit einem Solo, gesungen von dem Chormitglied Eugen Khurin, und „Vu bistu geven“, ein jiddisches Volkslied, beide arrangiert von Frau Verenina.

 

Danach brachte der Hochdahler Männergesangverein die beiden Jägerchöre aus den Opern „Euryanthe“ und „Der Freischütz“, beide von Carl Maria von Weber, zu Gehör. Zum Abschluss sang der Männerchor die drei kroatischen Volkslieder „Tanzlied“, „Im Rosengarten“ und „Marina“ von Arnold Kempkens, am Klavier von Engelbert Buhr begleitet.

 

Bei seinem zweiten Auftritt sang der Gastchor „Masel Tov“ aus Wuppertal die Lieder „Bei mir bistu schejn“ von Scholom Secunda, Arr.: Frau Verenina und als letztes „Hevenu schalom alechem/hine ma tov“, dem Friedensgruß aus Psalm 133.1, Arr.: Frau Verenina. Das Begeisterte Publikum forderte nun eine Zugabe, die von den Sängerinnen und Sängern des Chores gerne erfüllt wurden mit dem bekannten Lied „Hallelujah la olam“ von Kobi Oschrat, Arr.: Frau Verenina.

 

Nun hatten vierzehn Sänger des Männerchores spontan, ohne vorherige Probe, ihren Auftritt mit einem Volkslieder-Potpourri „Swing durch Deutschland“, am Klavier begleitet von Franz Josef Wammers, der die Liedvorträge mit den Sänger schon für das große Herbstfest im Lokschuppen im Oktober 2009 zum 100-jährigen Jubiläum des Männerchores einstudiert hatte.

Foto: Herbert Frischen

(links im Bild eine Puppe in Konzertgarderobe des Frauenchores)

Der kleine Chor der Hochdahler

Foto: Herbert Frischen

Der Benrather Männerchor 1856

 

Zum Abschluss des Sänger-Festes hatte der Benrather Männerchor 1856 unter der Leitung von Johannes Koop mit 22 Sängern seinen Auftritt mit den Liedern „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann, „Alle Weil ein wenig lustig“ von Paul Zoll, „Und wieder blühet die Linde“ von Rudolf Desch sowie „Marienfahrt“ von Kurt Lissmann und „Die Spröde“ von Rudolf Desch.

Foto: Herbert Frischen

Benrather und Hochdahler Sänger beim Finale

 

Zum großen Finale beeindruckten 78 Sänger aus beiden Männerchören die Zuhörer mit dem Vortrag „Der Wandrer“ von Georg Sorg, unter Leitung von Engelbert Buhr, und der „Heimat“ von Ernst Hansen, unter Leitung von Johannes Koop, letzteres einem Gast aus Kapstadt (Südafrika) gewidmet.

 

Mit reichlich Beifall dankte das Publikum allen beteiligten und an den Gesichtern konnte man sehen: Dieses Konzert hat den Zuhörern einen Vormittag der Freude beschert.