16. Hochdahler Sängerfest im Lokschuppen am 25. Mai 2017

 

Zum traditionellen Sängerfest an Christi Himmelfahrt im Lokschuppen hatte der Hochdahler Männergesangverein 1909 den Frauenchor Hochdahl 1942 anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens sowie das Vokalensemble TonTaler e.V. aus Wuppertal eingeladen.

 

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Detmar von Foerster eröffnete der Hochdahler Männergesangverein 1909 unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch den musikalischen Morgen traditionsgemäß mit dem Lied „Es grüßet Euch mit Herz und Hand, die Hochdahler Sänger aus dem rheinischen Land“. Weitere Lieder waren das „Chianti Lied“, „Funiculi Funicola“ und “Babicka”, am Klavier begleitet von Sukyeon Kim, Dozentin an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf, sowie a cappella „Ticino e Vino“, “Wein und Liebe”, und “Abendfrieden”.

Foto: Frank Groß

Der Frauenchor erfreute das Publikum mit den Liedern wie „Ich gehör nur mir“, „I will folow him“, Danke für die Lieder“ und „Mittelmeerreise“ unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch,  alle  Lieder am Klavier begleitet von Sukyeon Kim.

 

Als Zugabe sang der Frauenchor seine "Hymne",  nach der Melodie des Gefangenenchores aus Verdis Nabucco mit einem von den Sängerinnen Birgit Groß und Gaby Koslowsky verfassten witzigen Text über die Probenarbeit, am Klavier begleitet von Prof. Thomas Gabrisch.

Foto: Frank Groß

 

Der Gastchor „TonTaler“ aus Wuppertal, unter der Leitung von Simone Bönschen-Müller, sangen „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Mambo“, „Tage wie diese“, „Auf uns“, „We are the world“, „Cantemus“ und „The Barber of Seville Overture“, einige Lieder von der Dirigentin am Klavier begleitet.

Foto: Frank Groß

Zum Finale traten die Hochdahler Chöre gemeinsam auf, jetzt wurde es für die ca. 80 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne eng. Unter der Leitung von Prof. Thomas Gabrisch sangen sie „Conquest of Paradise“, am Klavier begleitet von Sukyeon Kim.

 

Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus bei allen Mitwirkenden.

 

Nach dem Konzert war Gelegenheit bei herrlichem Wetter in dem angrenzenden Biergarten des Restaurants „Olive“ bei Trinken und Essen gemütlich zu feiern.

 

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Toller Sound und viel Applaus beim Hochdahler Sängerfest

 

Wie gewohnt volles Haus für die Sänger im Lokschuppen.

 

Erkrath. Mitten im Zweiten Weltkrieg, 1942, gründete sich parallel zu dem seit 1909 existierenden Männerchor der Frauenchor Hochdahl - eine bemerkenswerte Antwort auf die Schrecken der damaligen Zeit.

Um so fröhlicher ging es nun am "Vatertag" zu, an dem der Männerchor ein Sommerkonzert im Lokschuppen am Ziegeleiweg veranstaltete und seine Damen anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens eingeladen hatte, das Programm mit zu gestalten.

"Ja, ja, der Chianti-Wein", so erschall es aus 50 Männerkehlen und die beschwingte Stimmung ließ erahnen, dass die Zuhörer im voll besetzten Lokschuppen in Ton und Text erfreuliche Routine erleben durften, zumal unter dem verlässlichen Dirigat von Professor Thomas Gabrisch, der die Leitung der Chöre vor acht Jahren übernommen hatte.

Der Frauenchor gestaltete aus dem Musical "Elisabeth" den Satz "Ich gehör' nur mir" voller Inbrunst. Klang da ein bisschen Feminismus durch? Vielleicht doch nicht, denn das nächste Lied "

I will follow him" sprach gegenteilige Bände und war mit ebensolcher Hingabe klangschön dargeboten.

Zum Feiern lädt man Gäste ein, und so betrat der Chor "Tontal" aus Wuppertal die Bühne und überreichte zwar keinen bunten Blumenstrauß, aber eine Topfpflanze als Dank für die Einladung: Ein kleiner grüner Kaktus - die originelle Bearbeitung des berühmten Songs der Comedian Harmonists. Unter dem quirligen, mitreißenden Dirigat von Simone Bönschen-Müller zeigten die 20 Mitglieder des Chores große Klasse. Herrlich die mehr oder weniger vergebliche Parkplatzsuche: "Ich dreh' schon seit Stunden, hier so meine Runden" oder auch die Bearbeitung des Tote-Hosen-Songs "An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit" - die Wuppertaler unterhielten auf hohem Niveau. Detmar von Förster ist seit 35 Jahren Vorsitzender des Männergesangvereins Hochdahl und schätzt sich glücklich, den Chor so lange schon begleiten zu dürfen, der im zweiten Teil des Konzertes mit romantischen Liedern zu begeistern wusste. Männerchöre und Romantik ist halt eine historisch feste Symbiose und "Die Nacht ist von den Bergen gestiegen" oder "Bergheimat du" sind Klassiker der Männerchorliteratur und wurden voller Engagement und beachtlichem Volumen vorgetragen. Auch der Frauenchor überzeugte mit einem Potpourri italienischer Schlager, aber die Einladung nach Barcelona übertraf alles. Hier zeigte sich ein gutes Team: Chor, Thomas Gabrisch und die Pianistin Sukyeon Kim, die mit rasanten Tempi begleitete.

Der Frauenchor hatte noch eine Überraschung parat: Der Gefangenenchor aus Verdis Nabucco bildete das Fundament für eine leicht ironische Betrachtung der Probenarbeit. Ein witziger Text, den eine der Sängerinnen verfasst hatte.

Mit dem großartigen Chorsatz "Conquest of Paradise" verabschiedeten sich die beiden Hochdahler Chöre. Toller Sound und große Begeisterung.