15. Hochdahler Sängerfest im Lokschuppen am 5. Mai 2016

Zum traditionellen Sängerfest am Himmelfahrtstag im Lokschuppen hatte der Hochdahler Männergesangverein 1909 den „Verdener Männerchor von 1876“ und den „Cronenberger Männerchor e.V.“ in Hochdahl zu Gast.

 

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Detmar von Foerster eröffnete der Hochdahler Männergesangverein 1909 unter der Leitung von Keno Brandt (in Vertretung für Prof. Gabrisch) den musikalischen Morgen traditionsgemäß mit dem Lied „Es grüßet Euch mit Herz und Hand, die Hochdahler Sänger aus dem rheinischen Land“ und weiter mit den Liedern „Marina“, am Klavier begleitet von Franz Klee, dem „Slawischen Weinstrauß“ mit einem Solo von Lutz Franke sowie

„An die Heimat“, „Der Bajazzo“, „Rivers of Babylon“ und „Conquest of Paradise“, die beiden letzten Lieder am Klavier begleitet von Franz Klee.

 

Foto: Julia Schütze

Der Hochdahler Männergesangverein 1909

 

Der Verdener Männerchor (aus Verden an der Aller in Niedersachsen) unter der Leitung von Anton Lambertus erfreute das Publikum mit den Liedern wie„Nun will der Lenz uns grüßen“, über „Fuchs und Igel“, „Molly Malone“, „Rolling Home“, Solo Richard Rust, bis zum „Fliegermarsch“, letzteres von Franz Klee am Flügel begleitet.

 

Foto: Herbert Frischen

Der Verdener Männerchor von 1876

 

Unter der Leitung von Artur Rivo sang der Cronenberger Männerchor u.a. die Lieder „Wohlauf in Gottes schöne Welt“, „Pferde zu vieren traben“, „Swing durch Deutschland“, über „Jetzt kommen die lustigen Tage“ bis „Festgesang“, am Klavier begleitet von Michiko Tashiro.

Foto: Herbert Frischen

Der Cronenberger Männerchor e.V., am Klavier Michiko Tashiro

 

Wie schon viele Jahre Tradition, traten für das Finale alle drei Chöre gemeinsam auf, jetzt wurde es für die ca. 125 Sänger auf der Bühne sehr eng. Unter der Leitung von Keno Brandt sangen sie „Am kühlenden Morgen“ und „Aus der Traube in die Tonne“ und unter der Leitung von Artur Rivo „Der Schäfer“ (weißt du schon Schäfer, der Lenz kam heut Nacht).

 

Foto: Herbert Frischen

Das Finale mit allen Chören, Dirigent Keno Brandt

 

Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus bei allen Mitwirkenden.

 

Nach dem Konzert im Lokschuppen konnte bei herrlichem Wetter in dem angrenzenden Biergarten des Restaurants „Olive“ bei Trinken und Essen gemütlich gefeiert werden.

 

Die Rheinische Post schreibt: (Auszug)

 

Volles Haus für Männerchöre am Vatertag

 

Erkrath. Beim Chortreffen im Hochdahler Lokschuppen gab es altes Liedgut in pfiffigen Arrangements.

Von Gundel Seibel

 

"Reine Männersache" stand auf dem Liedheft des Verdener Männerchors 1876, der am Himmelfahrts-Feiertag beim 15. Chortreffen im Hochdahler Lokschuppen zu Gast war.

Diese beliebte Veranstaltung des Hochdahler Männergesangvereins lockte wieder Hunderte in den Lokschuppen und das Außengelände des Restaurants Olive.

Traditionell treten an diesem Tag ausschließlich Männerchöre auf. Es war schließlich "Vatertag". Neben den Verdener und Hochdahler Sängern war der Cronenberger Männerchor zum ersten Mal dabei. Was für ein Chor!

Unter der Leitung von Artur Rivo und der Klavierbegleitung von Michiko Tashiro sang sich der Wuppertaler Chor schnell in die Herzen der Zuhörer. Altes deutsches Liedgut wurde vorgetragen. Die Arrangements aber waren schnell, der Vortrag pfiffig, die Stimmen stilsicher und stark. Von "Auf du junger Wandersmann" bis "Es kommen die lustigen Tage" reihte sich ein Wanderlieder-Highlight an das nächste. "Viele Jahre habe ich mich schon bemüht, die Cronenberger nach Hochdahl zu holen", sagte Moderator und Männerchor-Vorsitzender Detmar von Foerster. Nun sei es endlich gelungen.

Sehr gelungen war auch der Auftritt der Verdener. Mit dem Hochdahler Chor verbindet sie eine Freundschaft. Denn zum Chanty-Chorfest waren die Hochdahler 2015 schon in Niedersachsen. Die Aufnahme sei sofort herzlich gewesen, erinnern sich die Hochdahler Gastgeber. Der Verdener Chor präsentierte ein Lied-Repertoire, das von Ostfriesisch bis Englisch reichte. Chorleiter Anton Lambertus hatte seine Männer fest im Griff, merkte sofort, wenn das Publikum reagierte und forderte zum rhythmischen Klatschen auf.

Die Gastgeber zeigten sich von ihrer besten Seite. Der stellvertretende Chorleiter Keno Brandt schien wie aus einem Guss mit den Sängern des Männergesangvereins. Am Klavier unterstützt wurde er von Franz Klee. Der Hochdahler Männerchor entwickelte ein Stimmvolumen, das wirklich beeindruckte. Der junge Keno Brandt ist Chorleiter, Bass-Opernsänger, Kirchenmusiker und Stimmbildner. Studiert hat er in Bayreuth und Düsseldorf. Er vermittelte Sensibilität, Fröhlichkeit und Liebe zur Musik. Vier Mal hatte er vor diesem Auftritt mit den Hochdahlern schon geprobt.

Am Ende des Konzerts dirigierte Brandt alle etwa 125 Sänger der drei Chöre. Der Lokschuppen bebte. Und die Männer erklärten den Konzertbesuchern mit "Der Lenz kam heut Nacht", was alle sowieso schon wussten.