11. Hochdahler Sängerfest an Christi Himmelfahrt

Das Hochdahler Sängerfest an Christi Himmelfahrt im Lokschuppen wurde bisher nur
von Männerchören bestritten, mit Ausnahme 2010 mit dem gemischten Chor „Masel
Tov“ der Jüdischen Kulturgemeinde-Wuppertal.

 

Der Hochdahler Männergesangverein 1909 hatte in diesem Jahr aus Anlass des
70-jährigen Bestehens den Frauenchores Hochdahl 1942 zur Mitwirkung beim
traditionellen Sänger-Fest im Lokschuppen eingeladen.
 

Wie alle Jahre war auch in diesem Jahr das Interesse an diesem Kulturereignis für
Freunde des Chorgesanges wieder sehr groß.
Detmar von Foerster konnte wieder viele Gäste begrüßen, darunter als Ehrengäste unseren Ehrendirigenten Engelbert Buhr nebst Gattin, den Hausherrn des Lokschuppens und Protektor beider Chöre Gottfried Bander, Prof. Dr. Aloys Huning nebst Gattin, die Schatzmeisterin des Chorverbandes Helga Anstatt und der ehemalige
Vorsitzende des Chorverband
Otto Strittmatter.

 

Foto: Herbert Frischen

Die Ehrengäste

(v.l.) Herr Bander, Frau Buhr, Herr Buhr, Frau Anstatt

(gegenüber) Frau Huning, Prof. Dr. Huning

 

Der Frauenchor Hochdahl 1942 mit 47 Sängerinnen eröffnete das Sängerfest mit den Liedern „Kann es wirklich Liebe sein“, „Hava Nagilah“, „Wiener Walzerklänge“ und „Wiener Spezialitäten“ unter Leitung von Prof. Thomas Gabrisch, am Klavier begleitet von Franz Klee, von der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Foto: Herbert Frischen

Danach trat der Hochdahler Männergesangverein 1909 mit 57 Sängern auf mit den a capella Liedern „Lützows wilde Jagd“, „Klaus von Hörde“, „Vineta“ und „Kloster Grabow“ auf, unter Leitung von Prof. Thomas Gabrisch.

Foto: Heiner Schnieders

Als Überraschungsgast stellte Detmar von Foerster den Jungen Italiener Ricardo  Marinello (Tenor) vor, Schüler der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er  sang die Arie „Ombra mai fu“ aus der Oper Xerxes“ von G.Fr. Händel, „O sole  mio“ Am Klavier von Prof. Thomas Gabrisch begleitet. Als Zugabe sang er, als  Italiener natürlich, „Granada“. Die Zuhörer bedankten sich bei dem jungen Tenor mit lang anhaltendem Beifall.

Foto: Heiner Schnieders

Ricardo Marinello mit Prof. Thomas Gabrisch am Klavier

 

Bei dem zweiten Auftritt des Frauenchores sangen sie die „Mittelmeerreise“ und „Balkanfeuer“ mit einem Sopran-Solo gesungen von Agnes Lipka, früher Schülerin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, beide Vorträge am Klavier begleitet wieder von Franz Klee.

 

Der Männerchor beendete das 11. Hochdahler Sängerfest mit den a capella Liedern „Am kühlenden Morgen, „Sonntag ist’s“, „Pferde zu vieren traben“ und „Marina“, letzteres am Klavier begleitet von Franz Klee.

Mit dem Lied „Aus der Traube in die Tonne“ wurde der gemütliche Teil eingeleitet.

 

Die Westdeutsche Zeitung schreibt: (Auszug)
 

Er hat schon eine elfjährige Tradition, dass der Hochdahler Männer-gesangverein (MGV) am Vatertag zu diesem Fest einlädt, und die langen Holzbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt, als der Frauenchor Hochdahl 1942 „Kann es wirklich Liebe sein“ anstimmte. Konzentriert folgten sie dem Dirigat ihres Chorleiters Thomas Gabrisch und boten von Klassik bis Pop eine überzeugende Leistung.

Der Lokschuppen am Ziegeleiweg in Hochdahl bot das ideale Ambiente für das zweistündige Sängerfest, zu dem sich der MGV in diesem Jahr weibliche Unterstützung geholt hat.

Das sie bei diesem sonst reinen Männerkonzert dabei sein durften, ist auf das 70-jährige Chorjubiläum zurückzuführen, das sie in diesem Jahr feiern. Nach Wiener-Walzerklängen nahmen die Sängerinnen ihre Zuhörer musikalisch mit ans Mittelmeer und begeisterten zum Schluss mit einem temperamentvoll gesungenen „Balkan-Feuer“.

Mit „Lützows wilde Jagt“ begann der MGV. Auch die Herren wurden von Prof. Gabrisch dirigiert, und während draußen Züge vorbei rauschten, erfreute der Chor mit seinem präzisen Gesang und Liedern. Dazu zählen Stücke wie „Am kühlenden Morgen“ oder auch „Kloster Grabow“.