Konzert-Galak am 04. und 05. November 2006 mit Grace Bumbry, die „Schwarze Venus“

Grace Bumbry, geboren in den Südstaaten Amerikas, war schon mit 11 Jahren Mitglied eines Chores. Ihr sensationeller Auftritt beim Arthur Godfrey Talent Scout Programm im Jahre 1954 brachte ein Stipendium für die Universität in Evanstown ein, wo sie Lotte Lehmann traf, die ihre erste große Lehrerin war.

Foto: Herbert Frischen

Ihr erstes Konzertdebüt in London 1959 brachte ihr in Europa den großen Durchbruch. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie als erste Farbige die Venus und wird seitdem als die „Schwarze Venus“ gefeiert. Nach London, Brüssel und Chicago erstmalig bei den Salzburger Festspielen als Lady Macbeth. Unter Karajan dann die Carmen ebenfalls in Salzburg. Die Opernwelt lag ihr zu Füßen. Seitdem pendelte sie zwischen Amerika und Europa. In der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, Salzburg und Wien sang sie ständig, ob Satuzza, Aida, Tosca, Turandot oder Salome. Diese Liste ließe sich beliebig ergänzen. Sie hat fast alle großen Mezzo- und Sopranrollen der großen Opern gesungen. Auch gibt es eine Unzahl an Ton- und Bildträgern, die diese große Dame der Opernwelt präsentieren.

Natürlich hat sie auch mit Nicolai Gedda große Partien gesungen, der ja auch schon in Erkrath bei uns zu Gast war.

Der Hochdahler Männergesangverein und der Frauenchor Hochdahl können auf eine große Konzert-Gala mit der weltberühmten Sängerin Grace Bumbry in der Erkrather Stadthalle zurückblicken. Die Konzerte waren an beiden Tagen komplett ausverkauft.

An dieser Stelle sei Detmar von Foerster Dank gesagt, der den Weltstar für unser Konzert verpflichtet hat.

Ein besonderer Dank gilt unserem Dirigenten Engelbert Buhr, der diese erfolgreichen Konzerte mit beiden Chören einstudiert hat.

Auch unserem Mitglied Lutz Franke ist an dieser Stelle für das Baritonsolo zu danken.


Die RHEINISCHE POST berichtete:

Weltstar Grace Bumbry glänzte

Hochdahler Männergesangverein 1909 und der Frauenchor Hochdahl begeisterten in der Stadthalle.

Als
„Schwarze Venus“ hatte sie in Bayreuth einst Weltruhm erlangt, als Weltstar kam sie auch nach Erkrath.

Die hervorragenden Beziehungen von Detmar von Foerster, Vorsitzender des Männergesangvereins, zur Deutschen Oper am Rhein und somit zu den Konzertagenturen der Welt, hatten es möglich gemacht, die Erkrather mit einem Weltstar zu beglücken.

Welche Bühnenpräsenz, welche Persönlichkeit, welche Grande Dame der Opernwelt stand da vor den Erkrathern. Und dann noch ihre Stimme, leiser als früher, aber perfekt in der Technik, warm und sanft sang Grace Bumbry ihre Lieder. Demütig trug sie die frommen Spirituals der afroamerikanischen Sklaven vor.

Wenn sie die volle Klangfülle ihrer gewaltigen Stimme erklingen ließ, erreichte das jeden Winkel der Stadthalle.

Die Diva hatte ihren eigenen Klavierbegleiter mitgebracht. Der Düsseldorfer Alexander Schmalcz ist routiniert und hatte Einfühlungsvermögen für die große Sängerin.

Die Hochdahler Chöre wurden von ihrem langjährigen, erfolgreichen und beliebten Künstler Stephen Harrison- Künstlerischer Betriebsdirektor der Deutschen Oper am Rhein
– begleitet. Er ist den Hochdahlern seit langem freundschaftlich verbunden. Der Moderator Michael Leinert begleitete das Publikum durch das Programm.

Überhaupt war das Chorprogramm 2006 zum einen auf die Welt der Gospels und Spirituals abgestimmt, zum anderen auf weltberühmte Filmmusik. Zumeist wurde es in Englisch vorgetragen. Bei
„Ol’ Man River“ erreichte der Bariton der Hochdahler Chöre, Lutz Franke, eindrucksvolle Klangfülle. Fulminanter Abschluss und musikalischer Höhepunkt beider Chöre waren die berühmtesten Stücke aus Carmina Burana von Carl Orff. Hier hatte Dirigent Engelbert Buhr mit den Hochdahler Chören ein eindrucksvolles und überzeugend vorgetragenes Werk einstudiert. Als Solo glänzte Gesche Bauer, Sopran, vom Düsseldorfer Opernchor.

Konzert-Programm

 

1. Teil

 

 

 

Frauenchor

Go down, Moses

Hilger Schallehn

     

Frauenchor

Rock my soul

Hilger Schallehn

     

Grace Bumbry

I’m gonter tell God all my troubles

Arr.: Hall Johnson

     

Grace Bumbry

Ain’t got time to die

Arr.: Hall Johnson

     

Frauenchor

Give me Jesus

 

     

Frauenchor

O, happy day

Edwin R. Hawkins

     

Frauenchor
mit Solo

O, happy day
Solistin: Gesche Bauer (Deutsche Oper am Rhein)

Edwin R. Hawkins

     

Männerchor

De gospel train

Arr.: Noble Cain

     

Männerchor
mit Solo

Ol’ man river
Solist: Lutz Franke (Mitglied des MGV Hochdahl)

Jerome Kern

     

Grace Bumbry

Hold on

Arr.: Margaret Bonds

     

Grace Bumbry

Is there anybody here?

Arr.: Roland Carter

     

Männerchor

Jacob’s ladder

Arr.: Sander van Marion

     

Männerchor

Battle hymn of the republic

Arr.: William Steffe

     

2. Teil

   
     

Frauenchor

Mich trägt mein Traum (ABBA)

Benny Andersson

     

Frauenchor

Danke für die Lieder

Benny Andersson

     

Grace Bumbry

Ride up in the chariot

Arr.: Betty J. King

     

Grace Bumbry

Stand by me

Arr.: Kenneth Billups

     

Frauenchor

Over the rainbow

H. Arlen

     

Männerchor

Conquest of Paradise

Vangelis Arr.: Hans Gietz

     

Grace Bumbry

I got to lie down

Arr.: Hall Johnson

     

Grace Bumbry

He’s got the whole world

Arr.: Margaret Bonds

     

Männerchor

Exodus

Ernest Gold

     

Männerchor

Geh deinen Weg

Richard Addinsell

     

Gemischter Chor

Aus „Carmina Burana“

O Fotuna (Chor)

Chume, Chum Geselle min (Chor)

In trutina (Sopran)
Solistin: Gesche Bauer (Deutsche Oper am Rhein)

Floret silva (Chor)

O Fotuna (Chor)

Carl Orff

     

Grace Bumbry, Chöre
und Publikum

Guten Abend, gut’ Nacht

Melodie: Johannes Brahms